Joker und Matchwinner: St. Paulis Sebastian Maier trifft gegen Dresden bereits nach 18 Sekunden © getty

Mit dem ersten Ballkontakt schießt der Joker die Dresdner ins Elend. Zum Verhängnis wird Dynamo auch ein Hackentrick.

Hamburg - Joker Sebastian Maier hat dem FC St. Pauli mit seinem Premieren-Tor für die Hamburger zum zweiten Saisonsieg geschossen.

Mit seiner ersten Ballberührung erzielte der eingewechselte 19-Jährige (88.) gegen Schlusslicht Dynamo Dresden das Siegtor zum 2:1 (0:0). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) "Trainer Michael Frontzeck sagte zu mir: 'Hol dir den Ball und knall' das Ding rein", sagte Maier im Anschluss gegenüber SPORT1.

Dresden-Krise verschärft sich, Menz zu lässig

Damit verschärften die Hamburger die Krise bei den Dresdnern, bei denen Interimscoach Steffen Menze erstmals auf der Bank saß. Zum Abschluss des 5. Spieltags kletterte St. Paul damit auf den siebten Tabellenplatz.

In der 71. Minute hatte der überragende Mohamed Aouidia Dynamo in Führung gebracht. Für den Ausgleich sorgte anschließend der erst 17 Minuten zuvor eingewechselte Florian Kringe (73.).

Dabei verhielt sich Dynamo-Verteidiger Christopher Menz äußerst schlecht, vertendelte am eigenen Strafraum mit einem Hakentrick den Ball und beging jenes Foulspiel, dass im Anschluss zum Ausgleich führte.

In der 80. Minute hielt St.-Pauli-Torhüter Philipp Tschauner einen Foulelfmeter von Cristian Fiel.

Frontzeck: "Unser bestes Saisonspiel"

St. Paulis Trainer Michael Frontzeck war nach dem späten Sieg sichtlich zufrieden: "Das war mit Abstand unser bestes Saisonspiel, wir haben verdient gewonnen."

Matchwinner Maier bekam ein Sonderlob: "Er ist ein hochtalentierter, begabter Junge, der viel Qualität mitbringt."

Fiel war hingegen untröstlich: "Wenn ich den Elfmeter reinschieße, gehen wir wahrscheinlich als Sieger vom Platz. Jetzt bin ich der Depp."

Aoudia und Menz scheitern

Im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Peter Pacult versteckten sich die Gäste vor 28.587 Zuschauern nicht und konnten die Partie insbesondere in den ersten 45 Minuten durchaus offen gestalten.

Gleich zweimal hätten die Sachsen sogar in Führung gehen können, doch der quirlige Aoudia scheiterte in der 25. Minute an St. Pauli-Torhüter Tschauner, der auch zehn Minuten später sein ganzes Können aufbieten musste, um einen Distanzschuss von Christoph Menz zu entschärfen. ( 749962 DIASHOW: Aufstiegstipps der Zweitliga-Trainer )

Verhoek glücklos

Aber auch die Norddeutschen hatten ihre Torchancen. Die meiste Gefahr ging dabei von Torjäger Paul Verhoek aus, der in der 10. und 16. Minute knapp verzog und in der 22. Minute am Dresdner Keeper Benjamin Kirsten scheiterte.

Ein Freistoß an den Pfosten vom Hamburger Außenverteidiger Marcel Halstenberg in der 48. Minute leitete die zweite Halbzeit ein. Sieben Minuten später wurde der einschussbereite Zlatko Dedic in letzter Sekunde vor dem St. Pauli-Tor abgeblockt.

In der Folgezeit nahm der Druck der Platzherren zu, Treffer wollten jedoch lange nicht fallen - bis es in der Schlussphase hin und her ging und Joker Maier für die Entscheidung sorgte.

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