Trainer Mike Büskens (r.) übernahm die Düsseldorfer in der Sommerpause © getty

Vor der Saison als Aufstiegskandidaten gehandelt, stehen Berlin und Düsseldorf schon unter Druck. Beiden hilft nur ein Sieg.

Von Reinhard Franke

München - Ein Blick in die Räumlichkeiten der Alten Försterei genügt.

Der VIP-Bereich erstrahlt in neuem Glanz, die Struktur in der Geschäftsstelle wurde weiter verbessert. Keine Frage - bei Union Berlin bewegt sich etwas.

Man hat sich in der 2. Liga etabliert, nun geht der Blick im Umfeld mancherorts schon in Richtung Aufstieg.

Zumal auch die Mannschaft ordentlich verstärkt wurde. In Mittelfeldspieler Benjamin Köhler und Abwehrmann Mario Eggimann kamen bundesligaerfahrene Profis. Deutliche Signale an die Konkurrenz also.

Doch: Die ersten drei Spieltage der jungen Saison haben die Euphorie gedämpft. Nur vier Punkte hat Union bisher gesammelt. Am späten Samstagabend sollen es drei Zähler mehr sein. Einfach wird es nicht:

Erstliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf kommt zum Topspiel (ab 19.45 Uhr im TV auf SPORT1, LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER).

Auch Düsseldorf unter Druck

Auch die Rheinländer stehen unter Druck. Die ersten Schritte in Richtung Wiederaufstieg waren beschwerlich. Nur vier Punkte hat die Fortuna bisher gesammelt. Am späten Montagabend sollen es drei Zähler mehr sein. Einfach wird es nicht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nur ein Sieg hilft beiden Klubs wirklich weiter, wenn man in der Tabelle den Anschluss nach oben halten will. ( 749962 DIASHOW: Aufstiegstipps der Zweitliga-Trainer )

Es herrscht gedämpfte Stimmung statt überschwänglicher Träumerei. Luftschlösser werden momentan woanders gebaut, nicht bei Union und auch nicht bei Fortuna.

Der Montagskracher soll für beide Mannschaften die Wende zum Guten werden.

Hoffer ist endlich da

Über etwas Gutes konnte sich Fortuna-Trainer Mike Büskens schon vor der Abreise in die Hauptstadt freuen:. Der neue Stürmer Erwin Hoffer, der noch beim SSC Neapel unter Vertrag steht und zuletzt in Deutschland für den 1. FC Kaiserslautern spielte, ist da.

Der 26 Jahre alte Österreicher trainierte am Sonntag erstmals in Düsseldorf - allerdings noch nicht mit der Mannschaft. Der Transfer soll aber kurz vor dem Abschluss stehen. Hoffer geht davon aus, dass seinem Wechsel nichts mehr im Weg steht.

"In Italien war am Donnerstag Feiertag, der zu einem verlängerten Wochenende genutzt wird. Und der SSC hat eine andere Vereinsstruktur", erklärte Hoffer die Verzögerungen in der "Rheinischen Post":

"Der Klub gehört einem Eigner, ohne den nichts geht. Das ist anders als bei uns, wo wir fünf Vorstandsmitglieder haben, von denen immer mindestens zwei da sind."

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