Caiuby (r.) spielt seit 2012 für den FC Ingolstadt © imago

Die Krise beim FCI verschärft sich. Das Kurz-Team kassiert im Derby bei 1860 durch ein Eigentor die vierte Niederlage in Serie.

München - 1860 München kommt in der 2. Bundesliga immer besser in Schwung und hat die Situation beim FC Ingolstadt weiter verschärft.

Die Löwen gewannen das bayrische Derby mit 1:0 (0:0) und verbesserten sich auf Platz drei. Ingolstadt bleibt ohne Punkt am Tabellenende. Nach der vierten Niederlage im vierten Spiel dürfte auch die Kritik an Trainer Marco Kurz weiter zunehmen.

In einem niveauarmen Spiel war es ausgerechnet Ingolstadts brasilianischer Verteidiger Roger per Eigentor (48.), der dem Team von Trainer Alexander Schmidt den dritten Sieg in Folge bescherte (So., ab 20 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1) .

Die Löwen sprangen durch den Erfolg auf den Relegationsplatz, punktgleich mit dem 1. FC Kaiserslautern, der als Zweiter das bessere Torverhältnis aufweist (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Linke trotz Niederlage zufrieden

"Man kann mit dem Auftreten der Mannschaft zufrieden sein. Heute war mehr drin. Leider haben wir uns am Ende nicht belohnt", sagte Ingolstadts Sportdirektor Thomas Linke bei "sky": "Es war eine deutliche Leistungssteigerung zur Vorwoche, die Mannschaft hat gezeigt, dass sie gewinnen wollte."

Während Linke sagte, dass Kurz auch im Heimspiel am Freitag gegen Aufsteiger Armina Bielefeld auf der Bank sitzen werden, meinte 1860-Coach Alexander Schmidt:

"Es war wieder ein total enges Spiel. Ingolstadt stand mit dem Rücken zur Wand, sie haben um jeden Meter gekämpft. Wir bleiben auf dem Boden, wir haben noch viel Verbesserungspotenzial."

Durchschlagskraft fehlt

Ingolstadt, das nach der Auftaktniederlage gegen Erzgebirge Aue auch in Kaiserslautern und gegen Aufsteiger Karlsruher SC verloren hatte, bemühte sich zwar um Spielanteile, wirklich Durchschlagendes kam gegen die gut gestaffelte Löwen-Defensive jedoch nicht heraus ( 749962 DIASHOW: Aufstiegstipps der Zweitliga-Trainer ) .

Die Münchner haben damit weiterhin noch nie ein Zweitligaspiel gegen Ingolstadt verloren.

In der zweiten Halbzeit sahen die 24.300 Zuschauer zwar eine auf den Ausgleich drängende Ingolstädter Mannschaft, die sich ihrer guten Ansätze aber durch viele Ungenauigkeiten selbst beraubte.

Bei den Löwen überzeugten Moritz Stoppelkamp und Marin Tomasov, bei den Gästen aus Ingolstadt gefiel einzig Ex-Bundesligaprofi Tamas Hajnal.

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