Michael Vitzthum (r.) brachte den KSC gegen Fürth in Führung © imago

Die Franken haben im Topspiel beim KSC große Probleme und liegen lange zurück. Ein Joker entscheidet kurz vor Schluss die Partie.

Karlsruhe - Erstliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth hat auch das Topspiel der Zweiten Liga gewonnen und bleibt mit vier Siegen aus vier Spielen das Maß der Dinge im Unterhaus.

Zum Auftakt des vierten Spieltags setzte sich die Mannschaft von Trainer Trainer Frank Kramer glücklich beim zweitplatzierten Karlsruher SC 2:1 (0:1) durch und fügte dem starken Aufsteiger damit die erste Niederlage und die ersten Gegentore zu (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

In der Tabelle liegt Fürth mit nun zwölf Punkten bereits fünf Punkte vor dem KSC, der seinen zweiten Platz im Verlauf des Spieltages noch verlieren kann.

Kramer nicht vollends zufrieden

Die Führung für die Gastgeber erzielte Michael Vitzthum (39.) kurz vor der Pause, Kevin Kraus (75.) gelang der Ausgleich. Kurz vor Schluss schoss Dominick Drexler (86.) zum Sieg ein.

"Wir freuen uns total über jeden einzelnen Sieg. Aber man muss heute schon sehen, dass wir in der ersten Halbzeit zu langsam gespielt haben und nicht zwingend genug waren", gestand Fürths Trainer Frank Kramer nach dem Schlusspfiff bei SPORT1.

Vitzthum trifft kurios

Vor 18.877 Zuschauern im Wildparkstadion erfüllte das Spiel zunächst nicht die hohen Erwartungen, vor allem Fürth wirkte gehemmt.

Ohne Torjäger Nikola Djurdjic, der sich beim 2:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern am Montag einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, fand der Favorit kaum den Weg vor das gegnerische Tor.

Die erste echte Chance des Spiels hatten dann die Gastgeber, doch Koen van der Biezen (26.) beförderte den Ball aus zwei Metern Entfernung über das Tor.

Karlsruhe war nun zumindest feldüberlegen, die Führung fiel dennoch glücklich.

Vizthums eigentlich verunglückte Flanke von der linken Seite und aus rund 40 Metern Torentfernung segelte über den Fürther Schlussmann Wolfgang Hesl hinweg zum 1:0.

Joker besorgt Entscheidung

In der zweiten Halbzeit war der KSC die deutlich stärkere Mannschaft, der Ausgleich fiel aus dem Nichts.

Kraus war im Anschluss an eine Ecke zur Stelle und vollendete aus kurzer Distanz.

Auch danach spielte Karlsruhe auf Sieg, doch der eingewechselte Drexler nutzte gleich die nächste Chance zur schmeichelhaften Entscheidung für Fürth.

Beste Spieler waren auf Seiten der Karlsruher Gaetan Krebs und Reinhold Yabo, für Fürth überzeugten Tim Sparv und Ilir Azemi ( 749962 DIASHOW: Aufstiegstipps der Zweitliga-Trainer ).

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