St. Pauli
Marc Rzatkowski wechselte im Sommer vom VfL Bochum zum FC St. Pauli © imago

Die Mitfavoriten Bochum und St. Pauli suchen vor dem 4. Spieltag noch nach ihrer Form, der VfL womöglich die Flucht nach vorne.

Von Christoph Lother

München - Vier Punkte aus drei Spielen. Eine Bilanz, die keinen vom Hocker haut. Weder beim VfL Bochum, noch beim FC St. Pauli.

"Das ist doch eher mittelmäßig, würde ich sagen. Und in jedem Fall ausbaufähig", kommentiert St. Paulis Mittelfeldspieler Marc Rzatkowski die bisherige Ausbeute seiner Mannschaft.

Die bevorstehende Auswärtspartie gegen seinen Ex-Klub (Fr., ab 18.15 Uhr auf auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER, HIGHLIGHTS ab 22.30 Uhr im TV auf SPORT1) hat für Rzatkowski und dessen Kollegen demnach schon richtungsweisenden Charakter.

"Wir möchten unter die Top-25-Mannschaften in Deutschland kommen", formuliert der Blondschopf das Hamburger Saisonziel. In welche Richtung es für die Kiezkicker aber wirklich geht, dürfte auch das Spiel in Bochum zeigen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

St. Paulis Viererkette steht

"Wir werden nichts über den Haufen werfen", betont St. Paulis Trainer Michael Frontzeck mit Blick auf die jüngste Heimniederlage gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld und stellt klar: "Wir arbeiten weiter mit den Jungs, geben ihnen Vertrauen und gehen unseren Weg weiter."

Soll heißen: An ihrem 4-2-3-1-System und einer defensiv ausgerichteten Grundordnung halten die Hamburger trotz des leichten Stotterstarts fest.

"Wir wollen wie in den vergangenen Spielen auch gegen Bochum hinten sicher stehen", sagt Frontzeck und fügt hinzu: "Die Viererkette hat in den letzten Spielen gut funktioniert."

Das hat sie in der Tat. In der Liga kassierten Frontzecks Schützlinge bislang erst ein einziges Gegentor. Allerdings erzielten sie auch selbst erst einen Treffer.

Neururer will Offensive stärken

In Bochum steht St. Paulis Abwehr nun erneut auf dem Prüfstand.

"Möglicherweise treten wir mit zwei echten Spitzen an", sagt VfL-Coach Peter Neururer und erläutert: "Yusuke Tasaka würde dann als offensiver Mittelfeldspieler dahinter agieren."

Anders als ihre Gäste, wollen die Bochumer also auch taktisch auf die 0:1-Pleite am vergangenen Wochenende beim FSV Frankfurt reagieren und ihre Offensive stärken ( 749962 DIASHOW: Aufstiegstipps der Zweitliga-Trainer ).

"Das Spiel beim FSV war ein kleiner Rückschlag", sagt Sportvorstand Christian Hochstätter, betont aber zugleich: "Das kann passieren. Es steckt genügend Qualität in diesem Kader, das müssen wir gegen St. Pauli wieder zeigen. Wir können den nächsten Schritt machen."

Fragt sich nur, in welche Richtung.

SPORT1 hat die Fakten zu den Partien des 4. Spieltags:

Karlsruher SC - Greuther Fürth

Der KSC ist saisonübergreifend seit sieben Liga-Spielen ungeschlagen (fünf Siege, zwei Unentschieden).

Fürth startete mit vier Pflichtspiel-Siegen (inklusive DFB-Pokal) in die Saison, kassierte aber beim jüngsten 2:1 gegen Kaiserslautern sein erstes Gegentor in dieser Spielzeit. (Fr., ab 18.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

Arminia Bielefeld - SC Paderborn

Bielefeld ist saisonübergreifend seit 13 Heimspielen unbesiegt (neun Siege, vier Unentschieden).

Die in dieser Saison noch sieglosen Paderborner feierten beim jüngsten 1:1 gegen Köln den ersten Zähler und das erste Tor. Paderborn hat noch nie ein Pflichtspiel in Bielefeld gewonnen (ein Unentschieden, zwei Niederlagen). (Fr., ab 18.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

VfL Bochum - FC St. Pauli

Bochum kassierte beim jüngsten 0:1 in Frankfurt seine erste Saisonniederlage. St. Pauli blieb zuletzt zweimal sieg- und torlos (ein Unentschieden, eine Niederlage).

Von den bislang 21 Duellen mit Bochum haben die Hamburger sieben gewonnen (acht Unentschieden, sechs Niederlagen). (Vorsaison: 3:0 und 1:1) (Fr., ab 20.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

1. FC Kaiserslautern - Erzgebirge Aue

Kaiserslautern, das beim jüngsten 1:2 in Fürth seine erste Saisonniederlage kassierte, hat fünf seiner jüngsten sechs Heimspiele gewonnen (eine Niederlage).

Aue kassierte zuletzt zwei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge ohne eigenen Treffer. Die Sachsen haben noch nie in Kaiserslautern gepunktet (drei Spiele, drei Niederlagen). (4:1 und 1:1) (Sa., ab 12.45 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

1. FC Köln - SV Sandhausen

Köln, das keines seiner jüngsten drei Heimspiele gewonnen hat (zwei Unentschieden, eine Niederlage), startete mit drei 1:1 in die Zweitliga-Saison.

Sandhausen ist saisonübergreifend seit fünf Zweitliga-Partien sieglos (zwei Unentschieden, drei Niederlagen). (1:1 und 0:0) (Sa., ab 12.45 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

1860 München - FC Ingolstadt

1860 feierte zuletzt drei Siege in Folge (inklusive DFB-Pokal). Die Münchner haben noch nie gegen Ingolstadt verloren (vier Siege, vier Unentschieden).

Die Ingolstädter starteten mit drei Niederlagen in die Saison. (1:1 und 2:0) (So., ab 13.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

Energie Cottbus - VfR Aalen

Cottbus blieb zuletzt dreimal ungeschlagen (inklusive DFB-Pokal/zwei Siege, ein Unentschieden).

Aalen feierte beim jüngsten 1:0 in Aue seinen ersten Saisonsieg und sein erstes Saisontor. (1:1 und 1:1) (So., ab 13.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

Dynamo Dresden - FSV Frankfurt

Dresden wartet noch auf seinen ersten Saisonsieg (zwei Unentschieden, eine Niederlage), erzielte aber in jedem seiner bisherigen drei Spiele jeweils einen Treffer.

Frankfurt feierte beim jüngsten 1:0 gegen Bochum seinen ersten Saisonsieg. (2:1 und 1:3) (So., ab 13.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

Union Berlin - Fortuna Düsseldorf

Union feierte mit dem jüngsten 3:1 in Dresden seinen ersten Saisonsieg.

Düsseldorf blieb zuletzt dreimal sieglos (inklusive DFB-Pokal/ein Unentschieden, zwei Niederlagen). Von den bislang 16 Duellen mit Union gewann Düsseldorf sieben (ein Unentschieden, acht Niederlagen). (Mo., ab 19.45 LIVE im TV auf SPORT1, LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

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