SPORT1-Experte Beeck zählt Köln nicht zu den Aufstiegsanwärtern und warnt Dresden. Der KSC macht ihm hingegen richtig Spaß.

Hallo Zweitliga-Freunde,

Ein Heimsieg, fünf Auswärtssiege, drei Unentschieden... es war kein Spieltag der Gastgeber. Eher im Gegenteil!

Bis auf die Fürther haben alle Mannschaften ihre weißen Westen abgelegt. Die Franken sind hervorragend in die Saison gestartet und haben am Montagabend gezeigt, dass sie auch Spiele drehen können.

Nach dem glanzlosen Abstieg und den vielen personellen Veränderungen eine sehr starke Leistung von Trainerteam, Mannschaft und Management.

Der Rest der Liga zeigt im Tabellenbild, wie wunderbar ausgeglichen diese Liga derzeit ist. Der Abstand zwischen Platz drei und 14 beträgt zurzeit drei Punkte und drei Tore. Wir werden also bis zum Ende viele Überraschungen erleben können.

Da bin ich mir sicher!

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Und ob die Fürther einen Durchmarsch praktizieren, bleibt auf jeden Fall abzuwarten.

Der Sieg der Bielefelder auf St. Pauli und die Aalener mit dem Dreier in Aue untermauern die Ausgeglichenheit sehr deutlich.

Und der KSC macht einfach da weiter, wo er vor dem Pokal aufgehört hat und wiederholt eine taktisch sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Die Truppe macht mit dem Antreiber Dominic Peitz richtig Spaß.

Die Sechziger haben in Düsseldorf ihren Trend zu mehr Konstanz in allen fußballerischen Bereichen untermauert. Die Mannschaft wirkt endlich gut sortiert und kann dementsprechend die großen individuellen Qualitäten abrufen.

Es war ein tolles Spiel beim Bundesligabsteiger, der selbst noch keine Ruhe in seinem Spiel gefunden hat.

In Köln rumort es mal wieder. Es war keine gute Leistung in Paderborn, das hat jeder gesehen. Allerdings ist diese Mannschaft aus meiner Sicht ohnehin kein Favorit. Dafür fehlt die entscheidende Qualität in der Offensive.

Vor allem das Vorbereiten und Vollenden von Tormöglichkeiten ist noch nicht ausgereift. Ich bin sehr gespannt, was bis zum Transferende dort noch passiert.

Enttäuschend war der Auftritt der Dresdner gegen die "Eisernen" aus Berlin.

Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine Heimmannschaft in einem brisanten Derby so leblos gesehen zu haben. Ich hoffe, das bleibt eine Eintagsfliege in Dresden, ansonsten wird es eine traurige Saison in der Elbmetropole.

Für Ingolstadt geht es am kommenden Spieltag in München schon darum, den Anschluss nicht zu verlieren. Eine sehr brisante Situation, die nun alle Verantwortlichen an Lösungsmöglichkeiten basteln lässt.

Schauen wir mal, welche Handlungsinstrumente in der Audi-Stadt entdeckt werden.

Lautern, Köln und Dresden haben einiges gut zu machen und der KSC hat im Spitzenspiel die Fürther zu Gast. Ich bin am Montag in der Alten Försterei und freue mich auf die Düsseldorfer.

Mal sehen was sie zeigen werden, um oben dran zu bleiben.

Bis dahin eine ereignisreiche Woche

Euer Christian Beeck

Christian Beeck absolvierte während seiner Profilaufbahn insgesamt 79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele. Neben Union Berlin war er unter anderem für Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus am Ball. Für Union und Cottbus war Beeck nach seiner aktiven Zeit als Spieler auch im Management tätig. Für SPORT1 analysiert der 41-Jährige ab dieser Saison das Geschehen rund um die Zweite Liga.

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