Nikola Djurdjic kam im Januar 2013 vom schwedischen Erstligisten Helsingborgs nach Fürth © getty

Die Freude über den Sieg über Lautern ist in Fürth schnell verflogen. Dabei hat Trainer Kramer das Fußball-Fieber neu entacht.

Fürth/München - Bereits auf der Pressekonferenz nach dem Spiel war Trainer Frank Kramer die böse Vorahnung ins Gesicht geschrieben.

Dabei hatte seine SpVgg Greuther Fürth im Topspiel der Zweiten Liga gerade den Aufstiegsmitfavoriten 1. FC Kaiserslautern in einer umkämpften Partie mit 2:1 (1:1) besiegt und die Tabellenspitze erfolgreich verteidigt.

Es war der dritte Sieg im dritten Ligaspiel.

Nach zuvor über 15 Monaten ohne Erfolg im heimischen Stadion holten die "Kleeblättler" zwei Heimdreier hintereinander, dazu der Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals:

Der Erfolg gegen das zuvor ungeschlagene Kaiserslautern vor einer Kulisse von immerhin 14.000 Zuschauern diente als neuerlicher Beweis: Bei den Franken ist nach dem trostlosen Abstieg aus dem Fußball-Oberhaus wieder Aufbruchsstimmung eingekehrt.

Bittere Nachrihct aus der Klinik

Doch jegliche Euphorie war kurz vor Mitternacht verflogen.

Denn aus der Erlanger Uniklinik kam die bittere Nachricht: Kreuzbandriss!

Bereits in der ersten Hälfte hatte sich Torjäger Nikola Djurdjic verletzt und musste ausgewechselt werden.

Kramer hoffte zunächst, dass es sich nur um eine Bänderverletzung handeln würde.

Aber seine Hoffnungen erfüllten sich nicht.

"Ganz bitter für ihn"

Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie lautete die schlimme Diagnose.

Djurdjic fällt monatelang aus. "Das ist ganz bitter für ihn und unsere Mannschaft", kommentierte der Coach den langen Ausfall seines Leistungsträgers.

Djurdjics Verletzung ist ein herber Dämpfer für den Bundesligaabsteiger. Mit fünf Treffern war er schon in der Rückrunde der Vorsaison ein wichtiger Eckpfeiler des Teams.

Ersatz wird zum Matchwinner

Den Siegtreffer gegen Lautern erzielte ausgerechnet Ognjen Mudrinski, der in der 17. Minute für den schwer verletzten Djurdjic ins Spiel gekommen war. Ein guter Anfang für den Serben, der seinen Landsmann in den nächsten Monaten so gut wie möglich ersetzen soll.

"Ich bin überglücklich, weil ich heute im ersten Spiel sofort getroffen habe. Vor allem weil meine Eltern heute im Stadion waren und mich dadurch sehr unterstützt haben", sagte der Siegtorschütze nach dem Spiel und schickte die Genesungswünsche für Djurdjic gleich hinterher.

Die Gedanken an Djurdjic rückten mögliche Aufstiegsträume in den Hintergrund.

Unnötige Niederlage für Lautern

Diese sind beim Gegner aus der Pfalz ohnehin konkreter.( 749962 DIASHOW: Aufstiegstipps der Zweitliga-Trainer )

Die erste Saisonniederlage wirft die Mannschaft von Trainer Franco Foda zwar auf den dritten Rang zurück, doch der 47-Jährige attestierte seinen Spielern dennoch mit Abstrichen eine gute Leistung: "In der ersten Hälfte haben wir zwar nicht so gut gespielt, doch in der zweiten waren wir drückend überlegen, genau in dieser Phase fällt leider das zweite Gegentor."

Auch FCK-Abwehrspieler Chris Löwe richtete den Blick schnell nach vorne: "Es war komplett unnötig, hier zu verlieren. Jetzt müssen wir aber die Köpfe hochnehmen, das Spiel aufarbeiten und gegen Aue die richtige Reaktion zeigen" sagte der ehemalige Dortmunder.

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