Nikola Djurdjic erzielte in der Vorsaison fünf Bundesliga-Tore für Fürth © getty

Der Sieg der Franken egen Kaiserslautern wird zur Nebensache. Stürmer Djurdjic fällt lange aus, sein Ersatz wird zum Matchwinner.

Fürth - Ein Sieg im Top-Duell gegen den Aufstiegsfavoriten Nummer eins, die Optimalausbeute von neun Punkten aus drei Spielen und der Sprung auf Platz eins.

Das klingt alles nach einem idealen Montagabend für die SpVgg Greuther Fürth.

Mit Neuzugang Ognjen Mudrinski wurde noch dazu ein neuer Publikumsliebling bei den "Kleeblättlern" geboren.

Der serbische Stürmer köpfte in der 79. Minute den Siegtreffer zum 2:1 (1:1)-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Bitter Nachricht aus der Klinik

Doch kurz vor Mitternacht war das alles nichts mehr wert.

Statt Euphorie herrschte Begräbnisstimmung im Frankenland.

Denn da kam die bittere Nachricht aus der Erlanger Uniklinik: Kreuzbandriss!

Stürmer Nikola Djurdjic hatte sich früh in der ersten Halbzeit verletzt und musste ausgewechselt werden. Mudrinski kam für ihn ins Spiel.

Trainer Frank Kramer befürchtete zunächst nur eine Bänderverletzung.

"Was es genau ist, muss man die genaue Diagnose abwarten. Wir hoffen natürlich, dass es nicht so schlimm ist", sagte er noch nach dem Spiel.

Herber Dämpfer für Fürth

Doch Kramers Hoffnungen bestätigten sich nicht.

Eine genauere Untersuchung im Krankenhaus brachte die Erkenntnis, das Djurdjics Knie doch schwerer beschädigt ist. Er wird den Fürthern nun monatelang fehlen.

Für die Aufstiegshoffnungen der Franken ist das ein herber Dämpfer. Djurdjic war erst in der Winterpause zu den Franken gewechselt und hatte immerhin fünf Treffer in der Rückrunde erzielt.

Gegen den FCK machte Landsmann Mudrinski Djurdjics Verletzung zunächst wett.

Nach den Treffern von Mohamadou Idrissou (32.) und Goran Sukalo (35.) sorgte er in der 79. Minute mit dem dritten Kopfballtreffer des Abends für den Sieg der Fürther.

Zuvor war ein Treffer Mugrinskis wegen einer vermeintlichen Abseitsttelung nicht anerkannt worden.

Foda verpokert sich

Lauterns Trainer Franco Foda sah sich als unglücklicher Verlierer: "Wir haben in der ersten Halbzeit nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen haben. Im zweiten Durchgang waren wir drückend überlegen, genau in dieser Drangphase fällt leider Gottes das 2:1", sagte er im SPORT1-Interview nach der Partie.

Dabei hatte Foda selbst eine gewisse Teilschuld an der Pleite.

Der FCK-Coach verzichtete in der Startformation überraschend auf den von einer Zehenprellung genesenen besten Torschützen Simon Zoller (3 Tore) und brachte dafür Olivier Occean, der in der Aufstiegs-Saison 2011/2012 noch für Fürth gespielt hatte.

Der Poker zahlte sich aber nicht aus. Kostas Fortounis (Griechenland) und Alexander Ring (Finnland) waren bereits zu Länderspielen ihrer Nationalmannschaften abgereist.

Idrissou schlägt zu

Nach einer Anfangsphase, die eher von robustem Körpereinsatz geprägt war als von spielerischer Klasse, entwickelte die Partie vor 14.030 Zuschauern erst nach 30 Minuten Ansätze eines Topspiels. ( 749962 DIASHOW: Aufstiegstipps der Zweitliga-Trainer )

Idrissou brachte die Gäste durch einen Kopfball nach einer Ecke von Karim Matmour in Führung, Sukalo fälschte drei Minuten später einen Schuss von Tom Weilandt ebenfalls per Kopf entscheidend zum Ausgleich ab.

Hochklassige Partie

Das Spiel blieb auch nach der Pause hochintensiv und phasenweise hochklassig. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Fürth agierte zunächst optisch überlegen, die erste große Chance hatten aber die Pfälzer: Occean scheiterte nach einem Sololauf am stark reagierenden Wolfgang Hesl im Tor der Gastgeber.

Dann wurde Mugrinski zum Helden.

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