Michael Frontzeck (r., mit Verhoek) hat beim FC St. Pauli einen Vertrag bis 2014 © getty

Die "Kiezkicker" sind ordentlich in die neue Saison gestartet, dennoch hat Trainer Frontzeck gegen Bielefeld ein Sturm-Problem.

Von Reinhard Franke

München - Wenn er auf die Tabelle schaut und die nackten Zahlen sieht, dann kann sich Michael Frontzeck durchaus entspannt und zufrieden zurücklehnen.

Der Coach des FC St. Pauli steht mit seiner Mannschaft nach zwei Spieltagen und vor dem Duell mit Arminia Bielefeld (So., ab 13.15 Uhr auf auf SPORT1.fm und im LIVE-TIVE-TICKER) auf einem respektablen sechsten Platz.

Vier Punkte sind eine ordentliche Ausbeute, wenn man bedenkt, dass die Hamburger in der letzten Saison lange Zeit gegen den Abstieg kämpften. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Im Sturm wenig los

Doch nach vorne weht nur ein laues Lüftchen. "Wir müssen uns insgesamt mehr Torgefährlichkeit erarbeiten", sagt Frontzeck im "kicker".

Was ihm die Sorgenfalten noch stärker ins Gesicht treibt, ist, dass das einzige Tor gegen die Münchner "Löwen" im Auftaktspiel auch noch der einzigen Chance in 90 Minuten entsprungen war. ( 749962 DIASHOW: Aufstiegstipps der Zweitliga-Trainer )

Das lässt Frontzecks Freude über Platz sechs etwas schwinden.

Was also tun gegen den Aufsteiger, der nach einem 2:1 im Pokal gegen Eintracht Braunschweig gestärkt ans Millerntor reisen dürfte?

Frontzeck will keinen "an die Wand nageln"

Der Coach will das Stürmerproblem aber nicht aufbauschen: "Ich bin kein Freund davon, Stürmer an die Wand zu nageln", sagte er nach dem 0:1 im Pokal bei Preußen Münster.

Christopher Nöthe hatte dort die größte Chance vergeben, als er den Keeper bereits ausgetanzt hatte, sein Schuss aber auf der Linie geklärt wurde.

Der Pechvogel grübelt aber nicht und hofft schon gegen Bielefeld auf Besserung: "Wir müssen uns keine großen Gedanken machen. Der Knoten wird platzen."

Am Besten schon am Sonntag gegen die Ostwestfalen.

Noch ohne Gegentor

Die Statitik spricht dafür:

Von bislang elf Heimspielen gegen Bielefeld gewannen die Paulianer sieben (ein Unentschieden, drei Niederlagen).

Die seit fünf Ligapartien ungeschlagenen Hamburger (drei Siege, zwei Unentschieden) sind zudem in dieser Spielzeit noch ohne Gegentor.

Die Arminia feierte mit dem Erfolg im Pokal gegen Braunschweig immerhin den ersten Saisonsieg.

SPORT1 hat die Fakten zu den weiteren Partien des 3. Spieltages:

SV Sandhausen - Energie Cottbus

Mit dem Erfolg im DFB-Pokal gegen den Erstligisten 1. FC Nürnberg sorgte Sandhausen für Furore.

In der Liga wartet das Team bereits seit vier Spielen auf einen Sieg und ein Tor. Cottbus wartet seit sechs Liga-Auswärtsbegegnungen auf einen Dreier (drei Unentschieden, drei Niederlagen).

Vorjahr: 3:1 und 0:3.

Aue - VfR Aalen

Aue startete mit zwei Siegen in die Saison, musste sich aber zuletzt im Pokal dem Drittligisten VfL Osnabrück mit 0:3 geschlagen geben.

Aalen, das noch auf den ersten Saisonerfolg wartet, hat noch nie gegen Aue verloren (ein Sieg, drei Unentschieden).

Vorjahr: 1:1 und 0:2. (beide Partien So., ab 13.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Kaiserslautern

Die mit drei Siegen (inklusive DFB-Pokal) ohne Gegentor in die Saison gestarteten Fürther haben von ihren jüngsten vier Heimspielen gegen Kaiserslautern nur eines gewonnen (ein Unentschieden, zwei Niederlagen).

Lautern, ebenfalls mit drei Saisonsiegen gestartet, hat vier seiner jüngsten fünf Liga-Partien gewonnen. (Mo., ab 19.45 LIVE im TV auf SPORT1, LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

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