Im Hinspiel trennten sich Braunschweig mit Deniz Dogan (r.) und 1860 München mit 1:1 © imago

Münchens Trainer Schmidt zieht nach schwachen Ergebnissen die Zügel an. Braunschschweigs Lieberknecht schreibt 1860 nicht ab.

Von Jakob Gajdzik

München - Unter der Woche hat es mächtig gebrodelt bei 1860 München.

"So eine Halbzeit dürfen wir uns nicht leisten. Es kann einfach nicht sein, dass Land unter ist, wenn wir Umstellungen vornehmen", sagte "Löwen"-Trainer Alexander Schmidt nach der 0:1-Heimniederlage gegen den VfL Bochum.

"Ich war richtig sauer, die Mannschaft aber auch", ergänzte Schmidt.

Vor dem Spiel bei Eintracht Braunschweig (So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER) hat der 44-Jährige die Zügel dementsprechend angezogen.

"Die Mannschaft hat gekocht"

"Vom Läuferischen her haben wir brutal trainiert. Die Mannschaft hat gekocht. Mittlerweile ist die Niederlage verdaut, alle sind heiß auf Braunschweig", sagte er.

Dabei wird das Spiel beim Tabellenführer alles andere als einfach - die Niedersachsen sind im heimischen Eintracht-Stadion seit 20 Spielen ungeschlagen.

1860 dagegen gewann nur eine der vergangenen sechs Ligaspiele und rutschte ins Tabellenmittelfeld ab. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Vom Potenzial weiter oben"

Trotz der Favoritenrolle warnt Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht vor dem Duell der beiden Traditionsvereine.

"Vom Potenzial her könnte 1860 auf jeden Fall weiter oben stehen. Spieler wie Benjamin Lauth, Moritz Stoppelkamp oder Daniel Halfar besitzen schon eine enorme Qualität", sagte er.

Neun Punkte Rückstand hat 1860 zum Relegationsplatz drei, für den Eintracht-Trainer aber kein Grund, die "Löwen" zu unterschätzen.

Lieberknecht schreibt 1860 nicht ab

"Sie haben sich im Laufe der Saison spielerisch weiterentwickelt, gerade wenn es darum geht das Spiel zu eröffnen und nach vorne zu tragen. Ich habe sie längst noch nicht abgeschrieben, was den Kampf um die Aufstiegsplätze angeht", erklärte Lieberknecht.

Mit den bekannten Tugenden will der 39-Jährige aber auch 1860 knacken:

"Wir wollen eine hohe Lauf- und Zweikampfbereitschaft in die Waagschale werfen, um das Spiel am Ende auch zu gewinnen."

SPORT1 hat die Fakten zu den Partien des 23. Spieltags:

SONNTAG:

Eintracht Braunschweig - 1860 München

Braunschweig ist seit sieben Partien unbesiegt (fünf Siege, zwei Unentschieden), blieb dabei aber nur zweimal ohne Gegentreffer.

Der TSV 1860 hat keines seiner vergangenen fünf Auswärtsspiele verloren (zwei Siege, drei Unentschieden).

Der letzte Pflichtspiel-Sieg in Braunschweig liegt fast 45 Jahre zurück (1:0 am 3. April 1968 in der Bundesliga).

Hinrunde: 1:1.

Energie Cottbus - Jahn Regensburg

Cottbus ist seit sieben Partien sieglos (drei Unentschieden, vier Niederlagen) und blieb zuletzt viermal ohne eigenen Treffer.

Regensburg, das noch kein Pflichtspiel gegen die Lausitzer gewonnen hat, verlor drei seiner jüngsten vier Spiele.

Hinrunde: 1:0.

SV Sandhausen - SC Paderborn

Sandhausen, das mit 46 Gegentoren die schwächste Defensive der Liga stellt, hat in den vergangenen drei Heimspielen sieben Zähler eingefahren.

Paderborn feierte zuletzt zwei Siege in Folge.

Hinrunde: 0:3.

Die Zusammenfassung der Sonntagsspiele ab 19.15 Uhr in Hattrick - Die 2. Bundesliga

MONTAG:

Hertha BSC - 1. FC Kaiserslautern

(ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER)

Die seit 20 Spielen ungeschlagenen Berliner erzielten in jeder ihrer jüngsten zehn Begegnungen mindestens einen Treffer.

Nach zwei Siegen in Folge ohne Gegentor musste sich Kaiserslautern zuletzt mit einem 0:0 in Duisburg zufrieden geben.

Von bislang 29 Pflichtspielen bei den Berlinern gewannen die Lauterer sechs (vier Unentschieden, 19 Niederlagen).

Hinrunde: 1:1.

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