Anthony Losilla (r.) kam 2012 von Stade Laval zu Dynamo Dresden © imago

Nach sieben Spielen ohne Dreier gewinnt Dynamo das Kellerduell gegen Sandhausen. Pacult wechselt mit Müller den Matchwinner ein.

Dresden - Der Knoten bei Dynamo Dresden ist geplatzt:

Nach zuletzt sieben Spielen ohne Sieg feierte der abstiegsbedrohte Zweitligist beim 3:1 (1:0) gegen den SV Sandhausen ein überlebenswichtiges Erfolgserlebnis. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Durch den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Peter Pacult verdrängten die Dresdner den Aufsteiger vom Relegationsplatz 16.

Pacult bewies ein glückliches Händchen. Der Österreicher berief den von einer Knieverletzung genesenen Lynel Kitambala in die Startelf, der Franzose dankte es mit dem 1:0 (7.). (Zusammenfassung ab 19.15 Uhr in Hattrick - die 2. Liga )

Müller trifft doppelt

Außerdem stach Pacults Joker Tobias Müller: Der Stürmer traf vier Minuten nach seiner Einwechslung zum 2:1 (71.) und weitere vier Minuten später zum 3:1-Endstand.

Zuvor hatte Andrew Wooten (57.) für Sandhausen ausgeglichen. 35464 (DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige)

In der Schlussphase kassierte SV-Verteidiger Marcel Kandziora nach einem groben Foulspiel die Rote Karte (77.).

"Erleichterung ist riesengroß"

"Die Erleichterung ist riesemgroß, das Spiel war ein absolutes Wechselbad der Gefühle", sagte Dynamo-Torhüter Benjamin Kirsten.

Sandhausens Trainer Hans-Jürgen Boysen haderte derweil mit den Abwehrfehlern seines Teams:

"Wir haben die ersten 20 Minuten verschlafen und nach unserem Ausgleich zwei Gegentore nach haarsträubenden Fehlern bekommen."

Dynamo beginnt offensiv

Vor 19.444 Zuschauern in der Dresdner Arena begann Dynamo offensiv.

Die Hoffnung von Sandhausens Trainer Hans-Jürgen Boysen, seine Mannschaft möge den Anfangsdruck schadlos überstehen, zerstörte Kitambala.

Die Dynamo-Fans, die nach den erneuten Ausschreitungen in Kaiserslautern unter Beobachtung stehen, feierten den Treffer friedlich.

Ouali mit starker Anfangsphase

Die Vorarbeit zu Kitambals zweitem Saisontreffer leistete Mittelfeldspieler Idir Ouali, der in den Anfangsminuten wie aufgezogen spielte.

In der 19. Minute verpasste Ouali mit einem Schlenzer im Strafraum nur knapp das 2:0. Die Gäste brauchten lange, um sich vom frühen Rückstand zu erholen.

Erst nach 35 Minuten kamen sie besser ins Spiel, so dass Dynamos Sportlicher Leiter Steffen Menze in der Halbzeitpause warnte: "Am Ende waren wir hinten etwas wacklig, da müssen wir aufpassen."

Kirsten pariert stark

Nach dem Seitenwechsel zog sich Dynamo immer mehr zurück und lud den Gegner mit Fehlern zu Chancen ein.

In der 56. Minute rettete Torhüter Benjamin Kirsten noch stark gegen Jan Fießer, doch eine Minute später war der Sohn von Ex-Nationalstürmer Ulf Kirsten beim platzierten Schuss von Wooten machtlos.

Bei Dresden lief fortan kaum etwas zusammen, die Fans skandierten mehrfach: "Wir wollen euch kämpfen sehen!"

Die Profis schienen sich das zu Herzen zu nehmen, die Treffer zum 2:1 und 3:1 wurden förmlich erzwungen.

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