Beim Spiel in Kaiserslautern kam es zu teils heftigen Ausschreitungen von Dynamo-Fans © imago

Dresden benötigt gegen Sandhausen dringend einen Sieg. Eine Fan-Initiative will dabei ein Zeichen gegen Randalierer setzen.

Von Felix Götz

München - Abstiegskampf und wie zuletzt in Kaiserslautern gesehen riesige Probleme mit teilweise gewaltbereiten Fans: Dynamo Dresden ist vor dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen (So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER) nicht zu beneiden. (OST-BLOG: Das Dresdner Dilemma)

Ein Teil der Anhänger will nun mit der Initiative "Rote Karte für Pyro und Chaoten" ein Zeichen setzen.

"Es geht uns vor allem darum, dass der Verein nicht länger - durch welches Vergehen auch immer - geschädigt wird. Damit muss Schluss sein", erklärte der Sprecher der Initiative, Benjamin Lange, den "Dresdner Neueste Nachrichten".

Nicht alle Fans dabei

Deshalb sollen gegen den SVS auf der Gegentribüne 8.000 Rote Karten verteilt und entsprechende Banner präsentiert werden.

Doch die Aktion stößt längst nicht bei allen Dresden-Fans auf Gegenliebe - vor allem aufgrund der generellen Ablehnung gegenüber Pyrotechnik.

"Maßnahmen wie die von einigen Dynamo-Fans angedachte Rote-Karte-Aktion werden unserem Anspruch nach aufrichtiger Beschäftigung mit der Problematik nicht gerecht", teilte beispielsweise die Fangemeinschaft Dynamo mit.

Endspiel gegen Sandhausen

Abgesehen von der Fan-Aktion ist die Partie gegen Sandhausen für Dresden äußerst wichtig.

Die Mannschaft von Trainer Peter Pacult liegt als Vorletzter einen Zähler hinter den Gästen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Lockerheit ist wichtig, dass niemand verkrampft. Wir wissen seit Dezember, dass jedes Spiel für uns zum Endspiel wird. Sandhausen gehört dazu", sagte Pacult.

"Der Teufel steckt im Detail"

Auch für den MSV Duisburg wäre im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mal wieder etwas Zählbares wichtig.

Die "Zebras" holten in diesem Jahr bislang nur einen einzigen Punkt.

"Der Teufel steckt im Detail! Aus dem Spiel heraus kassieren wir nicht sehr viele Tore. Nun müssen wir die Schwächen bei Standards abstellen, weniger Fehler machen und eine engagierte Leistung bringen. Dann können wir auch gegen Kaiserslautern punkten", sagte MSV-Coach Kosta Runjaic.

Hoffnung macht auch die Bilanz gegen den FCK. Kaiserslautern gewann von 34 Pflichtspielen in Duisburg nur fünf (14 Unentschieden, 15 Niederlagen)

SPORT1 hat die weiteren Fakten zum Spieltag:

SONNTAG:

Dynamo Dresden - SV Sandhausen

Dresden wartet seit sieben Spielen auf seinen vierten Saisonsieg (fünf Unentschieden, zwei Niederlagen) und blieb dabei fünfmal ohne eigenen Treffer.

Sandhausen wartet in dieser Spielzeit als einziges Liga-Team noch auf seinen ersten Auswärtssieg (drei Unentschieden, acht Niederlagen). (Hinspiel 1:1)

MSV Duisburg - 1. FC Kaiserslautern

Duisburg wartet in diesem Jahr noch auf seinen ersten Sieg (ein Unentschieden, eine Niederlage).

Kaiserslautern, das von 34 Pflichtspielen in Duisburg nur fünf gewinnen konnte (14 Unentschieden, 15 Niederlagen), feierte zuletzt zwei Siege ohne Gegentor. (Hinspiel 1:2)

FSV Frankfurt - Energie Cottbus

Frankfurt hat vier seiner letzten fünf Heimspiele verloren, drei davon ohne eigenen Treffer.

Die seit sechs Partien sieglosen Cottbuser haben keinen ihrer jüngsten sieben Auswärts-Auftritte gewonnen (drei Unentschieden, vier Niederlagen). (Hinspiel 2:2)

(alle Sonntag, ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER)

MONTAG:

FC St. Pauli - 1. FC Köln

St. Pauli fuhr aus den vergangenen vier Spielen nur zwei Zähler ein und blieb dabei dreimal ohne eigenen Treffer.

Köln ist zwar seit neun Partien ungeschlagen, konnte davon aber nur vier gewinnen. (Hinspiel 0:0)

(Mo. ab 19.45 Uhr im LIVE-TICKER und im TV auf SPORT1)

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