Anhänger von Dynamo Dresden zündeten in Kaiserslautern Pryotechnik © imago

Die Fan-Ausschreitungen bei Dresdens Gastspiel in Kaiserslautern werden ein Nachspiel haben. Geschäftsführer Müller schämt sich.

Kaiserslautern - Nach den Ausschreitungen von Rowdys von Dynamo Dresden nach dem Punktspiel beim 1. FC Kaiserslautern (Nachbericht) hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Ermittlungen angekündigt.

"Sie können davon ausgehen, das Ermittlungen aufgenommen werden", sagte der Kontrollausschuss-Vorsitzende Anton Nachreiner: "Dies wird zeitnah geschehen."

Am vergangen Freitag hatten Dynamo-Hooligans auf dem Messeplatz randaliert und unter anderem auch Polizisten angegriffen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Ein Bus-Insasse erlitt Schnittwunden durch herumfliegende Splitter, eine Frau einen Schock. Die Polizei bezifferte den Sachschaden auf 70.000 Euro.

Dynamo-Anhänger zünden Pyrotechnik

Bereits im Stadion hatte die Polizei vor dem Anpfiff mehrfach einschreiten müssen, als eine Gruppe Dresdener den Nachbarblock stürmen wollte.

Unmittelbar vor Spielbeginn und während der zweiten Halbzeit zündeten Dynamo-Anhänger zudem Pyrotechnik.

Müller schämt sich

Der Verein distanzierte sich deutlich von dem Verhalten. ( 35464 DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige )

"Wir wollten auf dem Platz Zeichen von Stärke setzen. Doch schon vor Anpfiff haben sich halbstarke Wirrköpfe mit einer Pyroshow und anderen Gewalttaten als Angstbeißer auf dem Betzenberg geoutet. Wie soll da unsere Mannschaft mutig auftreten?", sagte Christian Müller:

Und Dynamos Geschäftsführer ergänzte: "Diese Typen machen den Fußball und das Ansehen unseres Vereins kaputt. Wir werden in Zusammenarbeit mit der Lauterer Polizei und den Sicherheitskräften alles tun, die Gewalttäter zu ermitteln und mit aller Härte zu bestrafen. Als Verantwortlicher schäme ich mich für den Auftritt einiger Leute im Gästeblock."

Dresden unter Druck

Dynamo Dresden steht ohnehin angesichts seiner Anhänger stark unter Druck.

Im Dezember hatte das Sportgericht DFB den Zweitligisten wegen "fortgesetzten unsportlichen Verhaltens" seiner Anhänger für den kommenden Pokalwettbewerb gesperrt.

Die Berufung der Dresdner gegen den Pokalausschluss wurde noch nicht verhandelt.

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