Regensburg hat Marco Djuricin bis zum Sommer von Hertha BSC Berlin ausgeliehen © imago

Der Jahn spielt gegen Bochum lange in Überzahl, aber erst der eingewechselte Angreifer erlöst Smudas Team. Bochums Serie endet.

Bochum - Jahn Regensburg hat mit tatkräftiger Schiedsrichter-Hilfe im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Franciszek Smuda seine Negativserie in der Zweiten Liga gestoppt.

Die Oberpfälzer gewannen nach einstündiger Überzahl das Kellerduell beim VfL Bochum 2:0 (0:0) und feierten nach zwölf Spielen ohne Sieg wieder einen Dreier (So., ab 19.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1).

Dennoch bleibt der Jahn Tabellen-Schlusslicht, weil auch der Vorletzte SV Sandhausen gewann.

Der VfL, zuletzt drei Spiele in Folge ungeschlagen, ist auf Platz 15 nur noch drei Punkte vom Relegationsrang entfernt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Djuricin kurioser Held

Schütze des Führungstores war Joker Marco Djuricin, der in der 47. Minute per Kopf traf. ( 35464 DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige )

Wenige Minuten zuvor hatte der Österreicher noch eine Standpauke von Smuda erhalten, weil er nach der Halbzeitpause nicht pünktlich zu seiner Einwechslung spielbereit gewesen war. In der 87. Minute sorgte Djuricin auch für den Endstand.

Dabrowski fliegt vom Platz

Knackpunkt in einem für die 10.685 Fans im Rewirpower-Stadion nur schwer verdaulichen Spiel war eine umstrittene Rote Karte gegen Bochums Routinier Christoph Dabrowski in der 33. Minute.

Der Mittelfeldspieler hatte in einem Zweikampf mit Markus Smarzoch etwas ungeschickt hohes Bein gespielt, den Fuß aber noch zurückgezogen, bevor er den Gegner traf. Schiedsrichter Tobias Christ zeigte dennoch zur Überraschung aller Rot.

"Das war kein gutes Spiel, mehr ein Kampf ums Überleben", sagte Smuda, "aber das waren trotzdem die wichtigsten Punkte in der bisherigen Saison. Hätten wir verloren, hätte es schlecht ausgesehen."

Sein Bochumer Kollege Karsten Neitzel bemängelte vor allem "die schlechte erste Halbzeit" seiner Elf. Die Rote Karte wollte er vorsichtshalber nicht kommentieren.

Rahn serviert mustergültig

Nach dem Platzverweis kam Regensburg, das bei Smudas Debüt gegen Hertha BSC 1:5 verloren hatte, in der Nachspielzeit der langweiligen ersten Halbzeit zur ersten Chance.

Doch VfL-Neuzugang Michael Lumb klärte einen Kopfball von Christian Rahn auf der Linie.

Nach der Pause und Djuricins Treffer, den Rahn per Freistoß-Flanke vorbereitet hatte, kämpften die ersatzgeschwächten Bochumer verbissen, aber zu kopflos gegen die fünfte Heimniederlage.

Delura verpasst

Der eingewechselte Michael Delura (72.) verpasste die größte Ausgleichschance.

Bester VfL-Profi war das seit vergangenen Mittwoch 18 Jahre alte Toptalent Leon Goretzka. Der Jahn hatte in Julian de Guzman und Rahn seine herausragenden Kräfte.

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