SPORT1-Experte Peter Neururer sieht für den FCK trotz des Siegen in München viele Konkurrenten. Kölns Umbruch kritisiert er.

Hallo Fußball-Freunde,

Am Montagabend war ich in München beim Gipfel um den dritten Platz.

Ich habe gesehen, wie sich die "Löwen" durch die Niederlage gegen Kaiserslautern aus dem Rennen um den Relegationsplatz verabschiedet haben.

Für 1860 ist nichts mehr zu machen. Doch der Kampf um Platz drei bleibt spannend.

Zwar macht Lautern einen stabilen Eindruck und hat mit fünf Punkten Vorsprung die besten Möglichkeiten. Doch bis zum 1. FC Köln auf Platz acht ist es für alle Teams durchaus noch machbar, den Vorsprung der "Roten Teufel" aufzuholen.

Allerdings helfen nur noch Siege. Die Jäger können sich keine Niederlagen mehr erlauben, auch Unentschieden sollten tunlichst vermieden werden.

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Am Samstag empfängt Köln Cottbus, dann wird sich ein weiterer Verfolger aus dem Rennen verabschieden.

Energie hat sich trotz der Nullnummer auf St. Pauli stabil präsentiert. St. Pauli hat sich spielerisch positiv entwickelt, die sind ein echter Gradmesser. Dort unentschieden zu spielen ist schon eines Aufsteigers würdig.

Die Leistung des 1. FC Köln war das gegen Aue nicht unbedingt, das Ergebnis schon. Beim FC fehlt mir fußballerisch die klare Linie.

Die Ergebnisse stimmen zwar in letzter Zeit, aber mit einem Aufstiegskandidaten, der jung und dynamisch durch die Liga geht, hat das weniger zu tun. Was der FC als Umbruch verkauft, ist nicht ganz glaubwürdig.

Einerseits wollen sie auf junge Spieler setzen, dann kaufen sie mit Stefan Maierhofer einen 30 Jahre alte Nationalspieler, der zuletzt in Österreich bei RB Salzburg so gut wie gar nicht gespielt hat.

Im Tabellenkeller war das 0:0 gegen den MSV Duisburg ein Rückschlag für Dynamo Dresden. Die Spiele werden immer weniger. Im eigenen Stadion muss man gegen einen Mitkonkurrenten gewinnen.

Für den VfL Bochum war es ein gewonnener Punkt in Aalen. Gegen Regensburg kann der VfL nun einen Riesenschritt machen und das Schlusslicht distanzieren.

Für Jahn wird es ganz eng. Rechnerisch ist zwar noch alles möglich, aber irgendwann wird alle Rechnerei zur Utopie. Das Gleiche gilt auch für Sandhausen.

Wenn man vorher oft verloren hat, gewinnt man nicht auf einmal die letzten zehn Spiele.

Euer Peter Neururer

Peter Neururer analysiert als Experte die Zweite Liga im TV und Internet für SPORT1. Als Trainer arbeitete er u.a. für den 1. FC Köln, Hertha BSC, Schalke 04, Hannover 96 und den VfL Bochum. Zuletzt trainierte er von 2008 bis 2009 den MSV Duisburg.

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