Valeri Domowtschiski wurde bereits in der ersten Halbzeit ausgewechselt © getty

Duisburg verliert zuhause gegen Union und bleibt auf einem Abstiegsplatz. Berlin spielt gut und setzt den Aufwärtstrend fort.

Duisburg - Der finanziell schwer angeschlagene Zweitligist MSV Duisburg steht auch sportlich weiter am Abgrund.

Die Zebras kassierten mit dem 1:2 (0:2) am 16. Spieltag gegen Union Berlin bereits die fünfte Heimniederlage in dieser Saison und rutschten damit auf einen Abstiegsplatz ab (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Ein Eigentor von Sören Brandy (20.) und ein Kopfballtreffer von Simon Terodde (35.) bescherten Berlin den fünften Saisonsieg. Der Anschlusstreffer von Branimir Bajic kam zu spät (90.) (ab 22 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1).

Runjaic entschuldigt sich

"Ich entschuldige mich für die schwache Leistung meiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit", sagte MSV-Trainer Kosta Runjaic. Sein Berliner Pendant Uwe Neuhaus meinte, das Spiel passe "zur Situation des Gegners".

Nach der 1:4-Pleite am Sonntag beim FC St. Pauli hatte Duisburg zu Wochenbeginn Alarm geschlagen.

Finanzsorgen beim MSV

Kurzfristig sollen 2,3 Millionen Euro, bis zum Saisonende insgesamt fünf bis sechs Millionen Euro in der Klubkasse fehlen, um die laufenden Verbindlichkeiten zu decken.

Die Fans hatten in Hamburg bereits Pfandflaschen zur Rettung des Klubs gesammelt.

Auch sportlich leistete sich die Mannschaft Kosta Runjaic vor 8585 Zuschauern gegen Berlin den nächsten Offenbarungseid. Gegen die kaum besser aufspielenden Berliner brachten sich die Gastgeber durch grobe Fehler selbst um jede Chance.

Brandy mit Eigentor

Nach einem Eckball von Union-Kapitän Thorsten Mattuschka zielte Brandy am kurzen Pfosten stehend in die völlig falsche Richtung und beförderte den Ball per Kopf in die eigenen Maschen.

Noch vor der Pause bestaunte die Duisburger Defensive tatenlos den zweiten Treffer der `Eisernen". Nach Flanke von Adam Nemec fühlten sich gleich drei MSV-Verteidiger nicht für Terodde zuständig, der sich mit einem platzierten Kopfball bedankte.

Jovanovic und Exslager vergeben gute Chancen

Duisburg kam erst nach gut einer Stunde zu nennenswerten Chancen, doch der gerade eingewechselte Ranisav Jovanovic (64.) und Maurice Exslager (66.) vergaben ( 35464 DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige ) .

Beste Spieler bei Duisburg waren Exslager und Daniel Brosinski, bei Berlin überzeugten Mattuschka und Fabian Schönheim.

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