Daniel Schultz (M., neben Sanogo, l.) kam 2010 von Union Berlin nach Sandhausen © getty

Das Team vom neuen Trainer Boysen springt durch den Sieg gegen Cottbus auf Platz 16 vor. Der Stürmer ist der Mann des Abends.

Sandhausen - Dank eines Doppelpacks von Andrew Wooten hat Hans-Jürgen Boysen ein starkes Heimdebüt als Trainer vom SV Sandhausen gefeiert.

Der Aufsteiger setzte sich am 16. Spieltag überraschend 3:1 gegen Energie Cottbus durch und gab nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg die Rote Laterne an Jahn Regensburg ab. (ab 22 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)

Sandhausen kletterte durch den Erfolg auf Relegationsrang 16. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Wooten drehte mit seinen Treffern per Handelfmeter (59.) und im Nachschuss nach einem von ihm verschossenen Handelfmeter (66.) das Spiel, nachdem Uwe Möhrle (34.) die Gäste in Führung gebracht hatte.

Löning mit sechstem Saisontor

Frank Löning stellte den Endstand in der Schlussminute mit seinem sechsten Saisontor her.

Cottbus, das zuletzt Spitzenreiter Braunschweig die erste Niederlage beigebracht hatte, verpasste die Chance, durch den vierten Sieg in Serie bis auf einen Zähler an Relegationsplatz drei heranzurücken.

"Wir sind unheimlich froh, dass wir seit so langer Zeit wieder gewonnen haben", sagte Wooten: "Beim ersten Elfmeter habe ich gewartet, ob jemand anderes den Ball nimmt, aber keiner wollte. In der Jugend habe ich auch alle Elfer geschossen."

Fade Partie mit wenigen Höhepunkten

Nur 2650 Zuschauer sahen in der ersten 45 Minuten eine fade Partie mit wenigen Höhepunkten. Sandhausen agierte auf dem tiefen Rasen aus einer massiven Defensive, Cottbus zeigte sich zögerlich im Spielaufbau.

Folgerichtig entstanden die einzigen gefährlichen Szenen aus Standards. In der 32. Spielminute verzog Julian Schauerte einen Freistoß für die Gastgeber nur knapp.

120 Sekunden später fand auf der Gegenseite Marco Stiepermann ebenfalls per Freistoß den Kopf von Möhrle, der Cottbuser Kapitän vollendete zur Halbzeitführung.

Nach der Pause Sandhausen offensiver

Nach der Pause zeigte sich Sandhausen offensiver und drängte schwache Gäste weit zurück, die Angriffsbemühungen blieben aber zunächst harmlos.

Nach einem Handspiel von Julian Börner entschied Schiedsrichter Christian Dingert erstmals auf Strafstoß, Wooten verwandelte sicher.

Cottbus hatte bei einem Pfostentreffer von Alexander Bitroff Pech (65.), quasi im Gegenzug gab Dingert nach einem Handspiel von Möhrle erneut Elfmeter. Wooten war diesmal erst im Nachschuss erfolgreich.

Beste Spieler beim SVS waren Torschütze Wooten und Jan Fießer, bei Cottbus wusste mit Abstrichen Daniel Adlung zu überzeugen.

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