Eintracht Braunschweig ist die heimstärkste Mannschaft in der Zweiten Liga © imago

Bei der Eintracht ist vor dem Spiel gegen St. Pauli der Ärger nach der ersten Pleite nicht verflogen. Boysen gibt sein Heimdebüt.

Von Jakob Gajdzik

München - Der Ärger in Braunschweig ist immer noch groß.

Nicht nur, weil die Eintracht in Cottbus die erste Niederlage der Saison einstecken musste, sondern auch die Umstände sorgten für Aufregung bei den Niedersachen.

"Der Ärger ist noch nicht verraucht. In der Analyse des Spiels ist er sogar noch größer geworden. Fakt ist, dass wir in vielen Entscheidungen dermaßen benachteiligt worden sind, sodass mir heute noch die Hutschnur hochgeht", sagte Trainer Torsten Lieberknecht.

Heimserie soll ausgebaut werden

Im Heimspiel gegen der FC St. Pauli (Mi., ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) soll die Wut in positive Energie umgewandelt und der achte Sieg im neunten Heimspiel gefeiert werden. (ab 22 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)

"Sie haben sich stabilisiert und treten sehr diszipliniert und geordnet auf. Sie sind eine gute Kontermannschaft, die schnell umschalten kann", lobt Lieberknecht die Hamburger. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

In der Tat verlor Pauli von den vergangenen sieben Ligaspielen nur eins und arbeitete sich nach einem desaströsen Start unter Trainer Michael Frontzeck wieder ins Tabellenmittelfeld vor.

"Haben nicht vor, uns zu verstecken"

"Wir haben uns eine sehr gute Ausgangssituation geschaffen, so dass wir mit Selbstvertrauen nach Braunschweig fahren können. Wir haben nicht vor, uns zu verstecken", sagte der 48-Jährige.

Der Tabellenführer ringt ihm dennoch jede Menge Respekt ab.

"Braunschweig spielt eine sehr gute Saison, nicht nur diese Spielzeit, auch als Aufsteiger haben sie letztes Jahr hervorragend gespielt. Es wird dort fantastisch gearbeitet. Sie sind sehr schnell im Umschaltspiel in beide Richtungen", sagte Frontzeck.

Verzichten muss der Pauli-Coach aber auf seinen Top-Torjäger Daniel Ginczek (sechs Tore), der nach der fünften Gelben Karten ein Spiel zuschauen muss. Bei Braunschweig fehlt Norman Theuerkauf nach Gelb-Rot.

Boyen mit Heimdebüt beim SVS

Beim SV Sandhausen feiert dagegen Trainer Hans-Jürgen Boysen gegen Energie Cottbus sein Heimdebüt.

Der Aufsteiger traf bereits in der ersten DFB-Pokal auf die Cottbuser und behielt damals mit 3:0 die Oberhand.

"Mit diesem Resultat im Kopf wird Cottbus anreisen und nicht noch einmal verlieren wollen", warnte Boysen, "zumal die Gäste zwischenzeitlich zu einer Spitzentruppe gereift sind und an die Aufstiegsränge heranschnuppern".

Der 16. Spieltag in der Übersicht:

MITTWOCH

Eintracht Braunschweig - FC St. Pauli:

Braunschweig kassierte beim jüngsten 1:3 in Cottbus die erste Saisonniederlage.

St. Pauli hat von den letzten vier Heim-Auftritten nur einen gewonnen (zwei Unentschieden, eine Niederlage). Von den bislang 22 Duellen mit den Braunschweigern haben die Hamburger elf gewonnen (vier Unentschieden, sieben Niederlagen).

(In der Vorsaison: 1:0 und 0:0)

MSV Duisburg - Union Berlin:

Der MSV, der mit nur fünf Zählern das schwächste Heimteam der Liga stellt, konnte von seinen bislang sechs Heimspielen gegen Union nur zwei gewinnen (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen).

Die seit vier Begegnungen ungeschlagenen Berliner spielten zuletzt dreimal in Folge Unentschieden.

FC Ingolstadt - Erzgebirge Aue:

Ingolstadt hat noch nie ein Pflicht-Heimspiel gegen Aue verloren (ein Sieg, zwei Unentschieden).

Aue, das aus den jüngsten vier Partien nur einen Punkt holte, stellt mit nur einem Zähler aus sieben Partien das schwächste Auswärtsteam der Liga.

(In der Vorsaison: 0:0 und 1:1)

SV Sandhausen - Energie Cottbus:

Schlusslicht Sandhausen gelang beim Debüt von Trainer Hans-Jürgen Boysen nach zuvor fünf Niederlagen in Folge ein 1:1 in Ingolstadt.

Cottbus konnte keinen seiner jüngsten vier Auswärts-Auftritte gewinnen (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen).

(alle Spiele Mi., ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER)

DONNERSTAG

Hertha BSC - 1.FC Köln:

Die seit zwölf Spielen ungeschlagenen Berliner stellen mit 30 erzielten Toren das offensivstärkste Team der Liga.

Köln hat in den vergangenen drei Partien sieben Zähler eingefahren. Von den bislang 29 Auftritten bei Hertha konnten die Kölner nur neun gewinnen (sieben Unentschieden, 13 Niederlagen).

(Do., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER)

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