Köln feierte gegen den VfL Bochum im achten Heimspiel der Saison den zweiten Sieg © getty

Köln feiert gegen Bochum seinen zweiten Sieg in Folge. Stürmer Ujah trifft doppelt. Der VfL verliert erstmal unter Neitzel.

Köln - Der 1. FC Köln hat den Heimfluch in der Zweiten Liga besiegt und sich vorerst seiner Abstiegssorgen entledigt.

Zum Auftakt des 15. Spieltages feierte das Team von Trainer Holger Stanislawski beim verdienten 3:1 (2:0) gegen den VfL Bochum den erst zweiten Saisonsieg im eigenen Stadion und kann einen vorsichtigen Blick auf das obere Tabellendrittel werfen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Westfalen sind nach der ersten Pflichspiel-Niederlage unter Trainer Karsten Neitzel derweil im Abstiegskampf auf den harten Boden der Realität zurückgeholt worden (Fr., ab 22.30 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1).

Ujah machts doppelt

Anthony Ujah (11./84.) und Kevin McKenna trafen für die Kölner, Nikolai Gelashvili (90.) für die Gäste.

Vor 40.000 Zuschauern in der Kölner WM-Arena waren die Gastgeber gegen viel zu passiv agierende Bochumer sofort um Spielkontrolle bemüht und kamen durch Adil Chihi zu einer ersten guten Möglichkeit (8.).

Drei Minuten später machte es Ujah besser, als er nach einem sehenswertem Zuspiel von Kapitän Miso Brecko für das 1:0 sorgte.

Heerwagen kommt zu weit raus

Der Angreifer unkurvte den weit herausgeeilten VfL-Schlussmann Philipp Heerwagen und traf ins leer Tor.

Mit der Führung im Rücken ließen es die Hausherren etwas ruhiger angehen, ohne durch die planlos agierende VfL-Offensive ernsthaft in Bedrängnis gebracht zu werden. Mc Kenna sorgte mit seinem zweiten Saisontreffer für die auch in der Höhe verdiente Führung. Auch in dieser Szene sah Heerwagen alles andere als gut aus.

Horn bekommt wenig zu tun

Nach dem Seitenwechsel war den Gästen das Bemühen anzusehen, echte Gefahr für das Tor von FC-Keeper Timo Horn entwickelte sich aber erst nach einer Ecke. Der Kopfball des eingewechselten Mirkan Aydin verfehlte das Tor jedoch knapp (65.).

Erst Latte, dann Tor

Die Kölner zogen sich in einer schlechter werdenen Begegnung immer weiter zurück, nach einer Ecke verpasste Ujah mit einem Kopfball an die Latte zunächst die Entscheidung (76.).

Diese gelang ihm nach Zuspiel des eingewechselten Sascha Bigalke wenig später. Gelashvili sorgte kurz vor Schluss lediglich für Ergebniskosmetik.

McKenna kritisiert

"Wir gehen ganz entspannt unseren Weg weiter. Die letzten Spiele waren gut für die Mannschaft, aber das muss man auf dem Platz noch mehr merken", sagte FC-Trainer Stanislawski. Auch Torschütze McKenna, den sein Coach als "wahnsinnige Waffe in der Luft" lobte, kritisierte: "In der zweiten Halbzeit kam zu wenig von uns."

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