Kosta Runjaic (r.) löste im September Oliver Reck als Duisburg-Coach ab © getty

Der Präsident weg, die Insolvenz droht. Duisburg will aber von einer Ablenkung nichts wissen und endlich den ersten Heimsieg.

München - Der Präsident ist zurückgetreten, dem Klub droht die Insolvenz: Es war eine Woche größtmöglicher Turbulenzen beim MSV Duisburg (News).

Turbulenzen, die eine Mannschaft eigentlich nicht kalt lassen können. Und doch behaupten die auch vom sportlichen Abstieg bedrohten "Zebras" vor dem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue (So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER) genau das.

"Auf uns als Mannschaft hat das keinerlei Auswirkungen", sagt Trainer Kosta Runjaic der "WAZ" und verlässt sich darauf, "dass die Verantwortlichen eine Lösung finden, die für den Verein am besten ist".

Modell Autosuggestion

Seine Spieler stoßen ins selbe Horn: "Uns als Team beschäftigt das nicht", versichert Maurice Exslager gegenüber.

Dzemal Berberovic ergänzt: "Wir sind Profis und machen unseren Job. Alles andere darf keine Rolle spielen und uns auch nicht belasten."

Einerseits klingt all das mehr nach Autosuggestion als nach realem Lagebericht. Andererseits: Was sollen die Duisburger auch sagen? Der Job, den Berberovic und Co. machen müssen, ist auch so schon kompliziert genug.

Minus-Bilanz auf beiden Seiten

Nach nur zwei Punkten aus sechs Anläufen - der schlechtesten Heimbilanz der Liga - soll beim Tabellen-Sechzehnten endlich der erste Sieg vor eigener Kulisse her.

Was dafür spricht: Die Auer sind mit nur einem Punkt das schwächste Auswärtsteam im deutschen Profifußball.

Dagegen spricht, dass die Veilchen nach dem 1:1 gegen Tabellenführer Braunschweig Rückenwind verspüren. "Wir müssen zu diesen Erlebnissen jetzt noch die Ergebnisse umsetzen", fordert Mittelfeldmann Marc Hensel in der "Bild": "Es ist ganz wichtig, die Distanz zu Duisburg auszubauen."

SPORT1 hat die Fakten zum 14. Spieltag:

MSV Duisburg - Erzgebirge Aue:

Den bislang letzten "Heim-Dreier" feierten die "Zebras" am 29. April gegen Aue (2:1).

Die Erzgebirgler warten saisonübergreifend bereits seit neun Auftritten auf einen Auswärtssieg (ein Unentschieden, acht Niederlagen). (2:1 und 2:1)

VfL Bochum - SV Sandhausen:

Bochum wartet bereits seit neun Auftritten auf seinen dritten Saison-Erfolg, konnte aber zuletzt zwei Unentschieden einspielen. Schlusslicht Sandhausen hat sieben seiner jüngsten acht Partien verloren (ein Sieg), davon drei ohne eigenes Tor.

Jahn Regensburg - Union Berlin:

Regensburg kassierte zuletzt fünf Niederlagen in Folge. Auch Interimstrainer Franz Gerber konnte das Team bei seinem Debüt nicht in die Erfolgsspur zurückführen.

Union hat von den vergangenen acht Partien nur eine verloren (vier Siege, drei Unentschieden).

(alle So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER)

Hertha BSC - FC St. Pauli:

Die seit elf Spielen ungeschlagenen Berliner (sieben Siege, vier Remis) feierten beim jüngsten 6:1 in Sandhausen den höchsten Pflichtspiel-Sieg seit dem 26. Februar 2011 (5:0 in Aachen in der 2. Bundesliga).

St. Pauli ist seit fünf Partien ohne Niederlage (zwei Siege, drei Unentschieden). Von ihren bislang neun Auftritten bei Hertha konnten die Hamburger nur einen gewinnen (vier Unentschieden, vier Niederlagen).

(Mo., ab 19.45 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE im TV auf SPORT1)

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