Marcel Ndjeng (l.) kam vor der Saison vom FC Augsburg zu Hertha BSC © imago

Berlin feiert einen Kantersieg beim Aufsteiger, der über weite Strecken wie ein Absteiger spielt. SVS-Keeper Langer sieht Rot.

Sandhausen - Hertha BSC ist zumindest für eine Nacht auf Platz zwei geklettert. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Berliner gewannen zum Auftakt des 13. Spieltags 6:1 (2:0) bei Aufsteiger SV Sandhausen und fuhren damit nach zuletzt zwei Unentschieden in Folge den siebten Saisonsieg ein. (Fr., ab 22.30 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)

Sandhausen setzte hingegen mit der vierten Niederlage in Serie seine Talfahrt fort und rutschte ans Tabellenende.

Adrian Ramos (28.), Peter Niemeyer (34.), Ronny (68. /Foulelfmeter), Sami Allagui (81.), Marcel Ndjeng (89.) und Ben Sahar (90.) trafen für Berlin, Andrew Wooten (75.) für die überforderten Gastgeber.

Notbremse von Langer

Sandhausens Schlussmann Michael Langer sah nach einer Notbremse die Rote Karte (64.).

Sandhausen-Kapitän Frank Löning versuchte erst gar nicht, die bittere Heimpleite zu beschönigen. "Jede Niederlage ist schlimm, aber so unterzugehen, ist eine Ohrfeige. Das tut richtig weh", sagte der Angreifer.

Vor 8300 Zuschauern im Hardtwaldstadion, Saisonrekord für den SVS, dominierten die Gäste von Beginn an und waren zunächst über Standards gefährlich.

Nach einem Freistoß von Ronny köpfte Peter Niemeyer (9.) an den Pfosten. In einem einseitigen Spiel gelang schließlich Ramos die Führung, als der Kolumbianer nach einer Kopfball-Vorlage von Fabian Lustenberger eiskalt vollstreckte. ( 35464 DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige )

Wooten mit dem Ehrentor

Eine Hereingabe des starken Ronny leitete schließlich das 2:0 ein, Niemeyer bugsierte den Ball mit dem Rücken ins Tor, SVS-Keeper Langer sah dabei schlecht aus.

Langers Arbeitstag wurde nicht besser: In der 64. Minute sah der Österreicher nach einem arg ungestümen Einsteigen im Strafraum gegen Nico Schulz "Rot", den folgenden Elfmeter verwandeltem Ronny sicher.

Sandhausens Wooten gelang praktisch aus dem Nichts eine Ergebniskorrektur, ehe der eingewechselte Allagui den alten Abstand wieder herstellte und auch noch Ndjeng und Sahar trafen.

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