Bochums Stürmer Zlatko Dedic (M.) erzielte gegen Cottbus sein erstes Saisontor © imago

Sanogos Doppelpack ist gegen kämpfende Bochumer nicht genug. Dedic macht Keeper Heerwagens Horrortag spät im Spiel vergessen.

Bochum - Energie Cottbus hat den Sprung auf den zweiten Platz der Zweiten Liga leichtfertig verpasst, der VfL Bochum dagegen unter Interimstrainer Karsten Neitzel seinen freien Fall gebremst (So., ab 19.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1).

Cottbus musste sich in Bochum nach einer 2:0-Führung mit einem 2:2 (1:0) zufrieden geben und konnte mit 22 Punkten Hertha BSC (23) nicht vom Aufstiegsrang verdrängen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Der VfL wartet zwar mittlerweile seit dem achten Spiel in Folge auf einen Sieg, verhinderte aber mit einer starken kämpferischen Leistung den Sturz auf einen Abstiegsplatz.

Versöhnliches Zweitliga-Debüt

Neitzel, der am Dienstag beim 3:1-Sieg im Pokal beim Regionalligisten TSV Havelse als Chefcoach debütiert hatte, hat damit weiterhin Chancen, langfristig als Chefcoach und Nachfolger des entlassenen Andreas Bergmann übernommen zu werden ( 35464 DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige ).

Am Montag tagen Manager Jens Todt und der Aufsichtsrat.

Großer Pechvogel war VfL-Torwart Philipp Heerwagen. Zunächst leitete sein Eigentor in der fünften Minute die vierte VfL-Niederlage nacheinander ein.

Sanogo staubt ab

Nach einem Kopfball von Energie-Torjäger Boubacar Sanogo an den Pfosten prallte der Ball von Heerwagen ins Tor.

Vor dem 0:2 lenkte der Vertreter des verletzten Andreas Luthe einen Schuss von Ivica Banovic an den Pfosten, der Ball sprang ihm von dort an den Rücken, und Sanogo musste nur noch einschieben (52.).

Sinkiewicz trifft zum Anschluss

In der 73. Minute verkürzte Sinkewicz per Kopf, Zlatko Dedic (89.) rettete Bochum mit seinem Tor noch einen Punkt.

"Ich war froh, dass es doch noch mit dem verdienten Punkt geklappt hat", sagte Heerwagen und setzte sich für Neitzel als Trainer ein:

"Er ist der richtige Mann." Neitzel erklärte, die Nachfolge sei "egal, solange der Klub schnell wieder Siege einfährt".

Energie-Kapitän Uwe Möhrle war "enttäuscht, dass wir nach einer 2:0-Führung nicht als Sieger nach Hause fahren."

Doppelter Pfostentreffer

Vor 9571 Zuschauern im Bochumer Rewirpower-Stadion hatte Cottbus einen Blitzstart hingelegt.

Nach nur zwölf Sekunden musste Heerwagen gegen Dennis Sörensen Kopf und Kragen riskieren. Kurze Zeit später sah der Torwart beim 0:1 unglücklich aus, war aber machtlos. Danach kämpften sich die Gastgeber ins Spiel und hatten weiter Pech.

Ex-Nationalspieler Lukas Sinkewicz traf noch vor der Pause zweimal den Pfosten (25./36.). Nach der Pause kämpfte der VfL weiter und wurde für seine einwandreie Moral belohnt.

Beste Cottbuser waren Sanogo und Marc-Andre Kruska. Beim VfL ragte Sinkewicz heraus.

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