Manuel Konrad erzielte per Fernschuss das erste Tor gegen Duisburg © imago

Duisburg verliert zuhause gegen den FSV Frankfurt und bleibt Tabellenletzter. Die Hessen schnuppern an den Aufstiegsrängen.

Duisburg - Schlusslicht MSV Duisburg muss als einziges Team im deutschen Profi-Fußball weiter auf den ersten Heimsieg warten.

Die Zebras blieben durch das 1:2 (0:2) gegen den FSV Frankfurt auch im sechsten Anlauf vor eigenem Publikum erfolglos und verpassten durch ihre vierte Pleite in Folge auch die Chance auf den zumindest vorläufigen Abschied von den Abstiegsrängen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die Gäste hingegen verbesserten sich durch ihren zweiten Auswärtssieg nach der Führung durch Manuel Konrad (34.) und dem vierten Saisontor von John Verhoek (38.) bei einem Gegentreffer von Maurice Exslager (80.) vorübergehend auf den fünften Rang punktgleich mit dem Tabellendritten 1. FC Kaiserslautern.

Runjaic rügt Defensivverhalten

"Wir müssen darüber sprechen, dass wir bei den Gegentoren zweimal geschlafen haben", sagte MSV-Trainer Kosta Runjaic und rügte das Defensivverhalten seiner Elf bei den Frankfurter Treffern nach Standardsituationen.

Seine Hoffnungen richteten sich auf das bevorstehende West-Duell bei Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln: "Wir müssen nun eben da punkten, aber wir tun uns auswärts auch leichter."

Nicht gerade als leichten Erfolg empfand Frankfurts Coach Benno Möhlmann den Erfolg seines Teams: "Wir mussten uns die Tore erarbeiten und hatten bei den Treffern auch Glück. Insgesamt war es aber ein verdienter Sieg meiner Mannschaft."

Viele Fehler bei Duisburg

8671 Zuschauer an der Wedau konnten sich bei ungemütlichem Herbstwetter am Spiel der MSV-Elf auch nicht erwärmen.

Die Platzherren leisteten sich zu viele Unzulänglichkeiten und blieben den Beweis ihrer Klassenzugehörigkeit schuldig.

Frankfurt schlug aus der spürbaren Verunsicherung der Meidericher Kapital und nutzte in der Schlussphase des ersten Durchgangs seine beiden besten Chancen schon zur Entscheidung.

MSV-Schlussspurt zu spät

Duisburgs Widerstand gegen die vierte Heimniederlage der laufenden Saison wurde erst in der Endphase der Begegnung durch den allerdings zu späten Anschlusstreffer belohnt. Hoffnung gibt das Comeback von Julian Koch, der nach langer Verletzungspause eingewechselt wurde und den Anschlusstreffer einleitete.

Bei den Hausherren, die unter der Woche durch eine Pleite bei Drittligist Karlsruher SC auch im DFB-Pokal ausgeschieden waren, verdienten sich Goran Sukalo und Sören Brandy die Bestnoten.

Beste Frankfurter waren Torschütze Konrad und Moise Bambara.

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