Die "Kiezkicker" freuen sich über den ersten Auswärtssieg in dieser Saison © getty

Das ersatzgeschwächten "Kiezkicker" bestehen den Charaktertest und gewinnen bei harmlosen Münchnern. 1860 steckt in der Krise.

München - Der FC St. Pauli kommt in der 2. Liga immer besser in Schwung, 1860 München gerät dagegen verstärkt unter Druck.

Die Hamburger gewannen am Samstag in München 2:0 und vergrößerten drei Tage nach der 0:3-Niederlage im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart durch den zweiten Liga-Sieg nacheinander unter dem neuen Trainer Michael Frontzeck in der Tabelle den Abstand auf den Relegationsplatz zunächst auf fünf Punkte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Bei den "Löwen", die noch im gesicherten Mittelfeld stehen, geht die Tendenz nach dem vierten Liga-Spiel in Folge ohne Sieg dagegen in Richtung Tabellenkeller.

Fabian Boll brachte die Gäste vor 31.500 Zuschauern in der Münchner Arena in der 26. Minute nach einem Zuspiel von Daniel Ginczek in Führung. Den Endstand erzielte Angreifer Ginczek in der 53. Minute selbst.

"Der Sieg ist absolut verdient"

"Wir sind nicht ins Spiel gekommen. Es ist verwunderlich, warum wir aus dem Weiterkommen im Pokal keine Kraft geschöpft haben", sagte "Löwen"-Trainer Reiner Maurer, dessen Elf im Pokal noch durch ein souveränes 3:0 beim Berliner AK das Achtelfinale erreicht hatte.

"Der Sieg war absolut verdient. Ich bin wie die Fans schockiert, wie wir aufgetreten sind. Wir müssen jetzt weiterarbeiten und etwas fürs Selbstvertrauen tun. Wir haben vier ganz schwache Punktspiele hinter uns."

Für Pauli-Torwart Philipp Tschauner, der am Samstag 27 Jahre alt wurde, war es dagegen ein "rundum gelungener Tag".

Agrsssives und engagiertes Spiel

In der ersten Halbzeit verdiente sich St. Pauli mit engagiertem und aggressivem Spiel die Führung.

Nachdem Akaki Gogia bereits nach wenigen Sekunden die Chance zum Führungstreffer vergeben hatte, machte es Boll nach einer überlegten Kopfball-Rückgabe durch Ginczek besser.

Nach dem 1:0 zog die die Frontzeck-Elf etwas zurück, hatte das Spiel aber weiter im Griff.

Lauth an die Latte

In der 51. Minute hatte Münchens Angreifer Benjamin Lauth Pech, als er per Kopf nur die Latte traf. Nur zwei Minuten später gelang Ginczek nach Vorlage von Kevin Schindler die Vorentscheidung. Ginczek vergab in der 79. Minute nach einem Konter sogar noch die große Chance, auf 3:0 zu erhöhen.

Beste Spieler der Gäste waren Florian Kringe, Christopher Avevor und Boll. Bei den "Löwen", die im Pokal das Achtelfinale durch ein 3:0 beim Berliner AK erreicht hatten, konnte nur Moritz Stoppelkamp überzeugen.

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