Holger Stanislawski trainiert den 1. FC Köln seit Sommer 2012 © getty

Der 1. FC Köln reist zum ungleichen Duell nach Aalen, doch Coach Stanislawski warnt. Der Aufsteiger gibt sich dagegen forsch.

Von Marc-Oliver Robbers

München - Der Unterschied könnte kaum größer sein.

Auf der einen Seite steht der Zweitliga-Neuling VfR Aalen, dessen Ziel, sich im Bundesliga-Unterhaus zu etablieren, schon als kühn angesehen wird.

Auf der anderen Seite Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln, der vom eigenen Selbstverständnis her ein Bundesligaklub mit gehobenen Ambitionen sein möchte.

Doch vor dem ungleichen Duell (So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER und ab 19.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1) hält FC-Trainer Holger Stanislawski den Ball flach.

"Aalen ist eine Mannschaft, die nicht viel im Ballbesitz ist, aber ein sehr gutes Umkehrspiel beherrscht. Das Team ist sehr ausgeglichen besetzt. Es wird ein heißer Tanz", lobt der Coach den Gegner.

Stanislawski kritisiert Abwehrverhalten

Die Rheinländer sind gewarnt. Unter der Woche standen die Kölner im Pokal bei Regionallist Wormatia Worms vor dem Aus und kam erst im Elfmeterschießen ins Achtelfinale.

"Was wir gegen Kaiserslautern richtig gemacht haben, haben wir im Spiel gegen Worms falsch gemacht", kritisierte Stanislawski und kündigte gleichzeitig einige personelle Änderungen an.

Miso Brecko und Dominic Maroh haben ihre Blessuren aus dem Pokalfight überwunden und stehen zur Verfügung. Thomas Bröker wird mit einem Magen-Darm-Infekt fehlen.

Aalen gibt sich selbstbewusst

Aufsteiger Aalen möchte nach 16 Punkten in elf Spielen auch dem großen 1. FC Köln ein Bein stellen ((DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Wir freuen uns auf ein tolles Spiel gegen einen großartigen Gegner. Die Scholz Arena wird voll sein und mit unseren Fans im Rücken wollen wir die Kölner ärgern", sagte VfR-Stürmer Marcel Reichwein.

Auch Trainer Ralf Hasenhüttl geht die Partie trotz vier Pflichtspielen ohne Sieg optimistisch an.

"Da bietet sich uns die Gelegenheit, gegen einen sehr guten Gegner auf die Siegerstraße zurückzukehren", sagte der Coach.

Dresden will zurück in Erfolgsspur

Positive Schlagzeilen möchte nach den Krawallen im Pokal bei Hannover 96 auch Dynamo Dresden wieder schreiben.

Trotz 120 Minuten in den Knochen wollen die Sachsen im Heimspiel gegen Union Berlin in die Erfolgsspur zurückkehren.

"Sicherlich mussten wir mehr Laufarbeit verrichten, um uns so gegen einen Erstligisten zu präsentieren, aber wir brauchen jetzt nicht großartig darüber zu diskutieren oder zu jammern", sagte Trainer Ralf Loose.

Die Berliner, die im Pokal gegen Drittligist Kickers Offenbach ausschieden, wollen den Abwärtstrend ebenfalls stoppen. Auch in der Liga gab es zuletzt eine Niederlage gegen Paderborn.

"Wissen, was wir verbrochen haben"

"Gefühlt ist der Druck bei uns um ein Vielfaches größer. Allein das Zustandekommen des Ausscheidens macht uns zum moralischen Verlierer", erklärte Union-Coach Uwe Neuhaus und ergänzte:

"Wir wissen, was wir verbrochen haben und das wollen wir korrigieren."

Zudem spielt der abstiegsbedrohte VfL Bochum am Sonntag zuhause gegen Energie Cottbus.

Die Fakten zum 12. Spieltag:

SONNTAG

Dynamo Dresden - Union Berlin

Dresden hat von seinen vergangenen acht Spielen nur eines gewonnen (zwei Unentschieden, fünf Niederlagen).

Nach zuvor fünf Partien ohne Niederlage mussten sich die Berliner zuletzt mit 0:1 gegen Paderborn geschlagen geben.

VfL Bochum - Energie Cottbus

Nach sieben Begegnungen ohne Sieg wurde Bochums Trainer Andreas Bergmann entlassen. Jetzt soll Interimstrainer Karsten Neitzel das Team zum dritten Saison-Erfolg führen.

Cottbus hat von bislang neun Pflicht-Auftritten in Bochum drei gewonnen (zwei Unentschieden, vier Niederlagen).

VfR Aalen - 1. FC Köln

Aalen hat in den vergangenen drei Spielen nur einen Zähler geholt.

Köln, das in dieser Saison erst einmal ohne Gegentor blieb, ist seit fünf Begegnungen ungeschlagen (drei Siege, zwei Unentschieden).

(alle Spiele So. ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER und ab 19.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)

MONTAG

1. FC Kaiserslautern - Erzgebirge Aue

Kaiserslautern hat von seinen vergangenen vier Liga-Spielen nur eines gewonnen (drei Unentschieden). Die Lauterer stellen zwar mit 21 Treffern die beste Offensive der Liga, kassierten aber auch in jeder ihrer jüngsten acht Partien mindestens einen Gegentreffer.

(Mo., ab 19.45 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE im TV auf SPORT1)

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