Daniel Halfar (r.) schoss das erste Tor selbst und bereitete das zweite vor © imago

1860 München zeigt sich zur Wiesn-Zeit gegen harmlose Kurpfälzer in Torlaune und springt auf Platz drei. Halfar spielt überragend.

München - 1860 München hat seine Erfolgsserie in der Zweiten Liga auch zur Wiesn eindrucksvoll fortgesetzt und ist auf den Relegationsplatz geklettert.

Die weiter ungeschlagenen Löwen besiegten den Aufsteiger SV Sandhausen mit 4:0 (3:0) und näherten sich mit 16 Punkten bis auf einen Zähler dem Tabellenzweiten Energie Cottbus.

Vor 19.100 Zuschauern erzielten Daniel Halfar (10.), Moritz Stoppelkamp (20.), Daniel Bierofka (24.) und Benjamin Lauth (46.) in der einseitigen Partie die Tore für die Münchner (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Gäste völlig überfordert

Die völlig überforderten Sandhausener rutschten nach der dritten Niederlage in Folge bedrohlich nahe an die Abstiegsplätze heran. Der Tabellen-16. Dynamo Dresden liegt nur einen Punkt zurück.

"Wir waren schläfrig, nicht in den Zweikämpfen, nach 24 Minuten war das Spiel entschieden", stellte Sandhausens Trainer Gerd Dais. Sein Münchner Kollege Reiner Maurer war nicht ganz zufrieden: "Ich denke, dass wir noch das eine oder andere Tor liegen gelassen haben."

In ihrem letzten Wiesn-Heimspiel dominierten die Gastgeber, die ihren weiten Dreier während des Oktoberfestes feierten, von Beginn an das Geschehen. Die Offensivabteilung mit Lauth, Halfar, Bierofka und Stoppelkamp wirbelte die Abwehr des Neulings immer wieder durcheinander.

Vorarbeit per Einwurf

Beim 1:0 leistete Lauth mit einem Einwurf die Vorarbeit, beim zweiten Tor leitete der Kapitän mit einem weiten Pass auf Halfar den Angriff ein, den Stoppelkamp per Kopf mit seinem dritten Saisontreffer abschloss 35464 (DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige) .

Beim 3:0 verlängerte Sandhausens Timo Achenbach den Ball nach einer Flanke von Halfar unfreiwillig auf den Torschützen Bierofka.

Sandhausen kaum gefährlich

Nur Sekunden nach Wiederanpfiff profitierte Lauth von einem mustergültigen Pass von Moritz Volz.

Danach schalteten die Münchner gleich mehrere Gänge zurück. Dennoch kamen die Gäste kaum gefährlich vor das Tor des weitgehend beschäftigungslosen Gabor Kiraly.

Bei den Löwen verdienten sich Halfar, Lauth und Stoppelkamp die besten Noten. In Reihen des Aufsteigers gefiel einzig Mittelfeldspieler Jan Fießer.

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