Mohammadou Idrissou (l.) erzielte bereits vier Saisontore für Kaiserslautern © getty

Kaiserslautern springt mit dem Sieg in Bochum trotz zweier Ausfälle auf den Relegationsplatz. Das Team überrascht durch Tiefe.

Bochum - Es geht auch ohne die Top-Spieler: Trotz der Verletzungen von Torjäger Albert Bunjaku und Spielmacher Alexander Baumjohann bleibt der 1. FC Kaiserslautern in der Zweiten Liga weiter ungeschlagen.

Beim 2:1 (1:0)-Erfolg beim VfL Bochum waren die Pfälzer auch ohne ihre beiden wichtigsten Einkäufe über weite Strecken das bessere Team und kletterten durch ihren vierten Saisonsieg auf den Relegationsplatz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Ich muss meinem Team ein großes Kompliment machen. Wir haben gut nach vorne gespielt, schön kombiniert und sind durch ein toll herausgespieltes Tor in Führung gegangen", sagte FCK-Trainer Franco Foda.

Auch er atmete angesichts der starken Leistung in Abwesenheit seiner Leistungsträger auf. Noch vor der Partie hatte er bekräftigt, der Kader sei "so aufgestellt, dass wir Ausfälle kompensieren können".

Fortounis spielt stark

Beim ersten Zweitliga-Duell der ehemaligen Bundesligisten überzeugte vor allem Kostas Fortounis, der mit Ilian Micanski für das verletzte Duo in die Startelf gerückt war.

Der Grieche spielte stark und brachte den FCK mit einem Kopfballtreffer in Führung (36.). Mohamadou Idrissou (65.) machte den Auswärtssieg perfekt. Dem Bochumer Yusuke Tasaka (84.) gelang nur noch der Anschlusstreffer.

Nach dem Abstieg aus der Bundesliga scheint Kaiserslautern für den direkten Wiederaufstieg gerüstet.

Idrissou schließt auf

Dabei war es vor allem der Ausfall von Top-Stürmer Bunjaku, der vor der Saison aus Nürnberg geholt worden war, der Sorgen bereitete.

Der Schweizer hatte im bisherigen Saisonverlauf mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht, die Mannschaft als Kapitän angeführt und bereits vier Treffer für die "Roten Teufel" erzielt.

Doch andere Profis springen immer wieder mit starken Leistungen in die Bresche.

drissou kommt in Kaiserslautern immer besser zurecht und schloss nach seinem Tor in Bochum mit vier Treffern zu Sturmpartner Bunjaku an der Spitze der FCK-Torschützenliste auf.

Kader besser als erwartet

Der erst 19 Jahre alte Dominique Heintz überzeugt in der Innenverteidigung, und auch Nachwuchs-Profi Hendrick Zuck (21) traf schon zweimal. Der Kader scheint ausgeglichener besetzt als es zunächst den Anschein hatte.

Am Sonntag wartet Tabellenführer Eintracht Braunschweig und die nächste Bewährungsprobe auf die Mannschaft.

Ein Wermustropfen trübte nach dem Erfolg in Bochum die Stimmung der Lauterer. Mittelfeldspieler Enis Alushi schied Mitte der zweiten Halbzeit mit einer Knieverletzung aus.

"Ich hoffe natürlich, dass es keine sehr schwere Verletzung ist", sagte Foda nach dem Spiel. Die Hoffnung bestätigte sich nicht. Alushi zog sich einen Kreuzbandriss zu.

Aber im Ersetzen wichtiger Spielern haben sie in Kaiserslautern ja mittlerweile Übung.

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