Rachid Azzouzi führte die SpVgg Greuther Fürth 2012 als Manager in die Bundesliga © imago

Nach der Trennung von Andre Schubert spielen die Hamburger in Regensburg ohne Chefcoach. Köln will in Paderborn nachlegen.

München - Ohne einen Cheftrainer will der FC St. Pauli am 8. Spieltag den Weg aus der Krise finden.

Keine leichte Aufgabe für die Hamburger, die bei Jahn Regensburg (ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER und ab 22.30 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1) antreten.

Bei der Suche eines Nachfolgers für den entlassenen Trainer Andre Schubert will sich der Klub trotzdem Zeit lassen.

"Wir gehen das in aller Ruhe an und setzen uns kein Zeitfenster, sonst gerät man nur unnötig unter Druck", sagt Sportdirektor Rachid Azzouzi.

"Natürlich wollen wir so schnell wie möglich einen neuen Cheftrainer präsentieren, aber er muss auch die Anforderungen erfüllen."

Schubert, der im Sommer 2011 vom SC Paderborn als Nachfolger von Holger Stanislawski ans Millerntor gewechselt war, wurde am Mittwoch wegen der anhaltenden sportlichen Talfahrt entlassen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Als heißester Kandidat auf die Nachfolge gilt Marco Kurz, der Anfang des Jahres beim 1. FC Kaiserslautern entlassen wurde.

Nach SPORT1-Informationen soll es schon zu einem Treffen zwischen Sportdirektor Rashid Azzouzui und Kurz an einem neutralen Ort gekommen sein.

Ex-Spieler bereiten Team vor

Auf die Partie in Regensburg wird die Mannschaft des Tabellen-13. von den bisherigen Co-Trainern Thomas Meggle und Timo Schultz sowie Torwarttrainer Mathias Hain vorbereitet.

Da das Trio noch nicht im Besitz der notwendigen Lizenz ist, muss Azzouzi innerhalb von 14 Tagen einen Nachfolger für Schubert präsentieren.

Doch wichtiger ist dem Sportchef zunächst der sportliche Aufschwung: "Wir fahren nach Regensburg, um den Bock endlich umzustoßen."

Bruns fordert: "Müssen Schalter umlegen"

"Grundsätzlich ist so eine Personalentscheidung nie etwas Positives, denn auch für uns als Mannschaft ist es ein Schlag ins Gesicht, wenn es zu so etwas kommt", meint Florian Bruns:

"Schließlich tragen auch wir eine Verantwortung, denn wir stehen auf dem Platz. Gut fühlt man sich da ganz sicher nicht. Aber trotzdem müssen wir jetzt versuchen, den Schalter möglichst schnell wieder umzulegen und das aus unseren Köpfen herauszubekommen", fordert der Mittelfeldspieler.

SPORT1 hat die Fakten zum 8. Spieltag:

Freitag:

(ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER und ab 22.30 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)

SC Paderborn - 1. FC Köln:

Nach zuvor zwei Siegen ohne Gegentor musste sich Paderborn zuletzt mit 1:2 in Cottbus geschlagen geben.

Von den bislang vier Partien gegen Köln konnte der SC eines gewinnen (zwei Unentschieden, eine Niederlage). Köln feierte beim jüngsten 2:1 gegen Frankfurt den ersten Saisonsieg).

Jahn Regensburg - FC St. Pauli:

Nach zuvor vier Niederlagen in Folge kehrte Regensburg mit einem 2:1 in Sandhausen in die Erfolgsspur zurück.

St. Pauli holte in den jüngsten drei Partien nur einen Zähler. In ihren bisherigen vier Saison-Auswärtspartien ohne Sieg blieben die Hamburger dreimal ohne eigenen Treffer.

VfR Aalen - FSV Frankfurt:

Aalen hat sich zuletzt mit zwei Siegen in Serie wieder in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt.

Frankfurt, das beim jüngsten 1:2 gegen Köln seine erste Saisonniederlage kassierte, hat in jedem seiner sieben Saisonauftritte mindestens ein Tor erzielt.

Samstag:

(beide ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER und So., ab 19.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)

1860 München - SV Sandhausen:

Die in dieser Saison noch ungeschlagenen Münchner blieben in dieser Spielzeit bereits fünfmal ohne Gegentor.

Das seit vier Begegnungen sieglos Sandhausen blieb in dieser Spielzeit bislang nur einmal ohne eigenen Torerfolg.

Union Berlin - Energie Cottbus:

Union, das in den jüngsten beiden Partien vier Zähler einfuhr, kassierte in jedem seiner sieben Saisonspiele mindestens ein Gegentor.

Die ungeschlagenen Cottbuser konnten von bislang 18 Auftritten gegen Union neun gewinnen (fünf Unentschieden, vier Niederlagen). (1:0 und 1:2)

Sonntag:

(alle ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER und ab 19.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)

1. FC Kaiserslautern - Eintracht Braunschweig:

Kaiserslautern hat von bislang 23 Heimspielen gegen Braunschweig 17 gewonnen (vier Unentschieden, zwei Unentschieden).

Braunschweig, das mit nur zwei Gegentoren die beste Abwehr der Liga stellt, ist bereits seit insgesamt neun Pflichtpartien (inklusive DFB-Pokal) unbesiegt.

Dynamo Dresden - Erzgebirge Aue:

Dresden hat drei seiner jüngsten vier Begegnungen verloren und wartet noch auf den ersten Heimsieg der Saison.

Nach zuvor drei Niederlagen ohne eigenen Treffer hat Aue beim jüngsten 1:1 gegen Union wieder gepunktet. (1:2 und 1:1)

VfL Bochum - FC Ingolstadt:

Bochum hat von bislang vier Duellen gegen Ingolstadt drei verloren, darunter beide Heimspiele.

Nach zuvor drei Siegen kassierte Ingolstadt zuletzt eine 0:2-Niederlage gegen 1860 München. (0:1 und 5:3)

Montag:

(ab 19.45 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE im TV auf SPORT1)

MSV Duisburg - Hertha BSC:

Duisburg, das auch unter dem neuen Trainer Kosta Runjaic weiterhin auf den ersten Saisonerfolg wartet, hat von bislang 58 Duellen mit Hertha nur 22 gewonnen (12 Unentschieden, 24 Niederlagen).

Die Berliner sind bereits seit fünf Partien unbesiegt (vier Siege, ein Unentschieden).

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