Herthas Ronny (l.) führte den Freistoß vor Bregeries Eigentor aus © getty

Hertha entscheidet eine einseitige Partie für sich. Dynamo bleibt über 90 Minuten harmlos. 30 Dresdner Anhänger werden festgenommen.

Berlin - Hertha BSC hat das brisante Duell mit Dynamo Dresden für sich entschieden und die Aufstiegsränge dicht vor Augen.

Die Herthaner gewannen am 7. Spieltag gegen harmlose Gäste 1:0 (1:0) und rückten mit nun 14 Punkten auf den vierten Tabellenplatz vor.

Dynamo blieb im fünften Spiel in Folge ohne Sieg und steht mit fünf Punkten auf Platz 14.

Romain Bregerie (5.) erzielte per Eigentor den Treffer für die klar überlegenen Berliner (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Kein Spiel der vielen Torchancen"

"Wir sind defensiv sehr stabil gewesen, haben es aber verpasst, mehr Tore zu schießen", sagte Hertha-Trainer Jos Luhukay.

Dynamo-Coach Ralf Loose meinte: "Hertha hat aus fünf bis sechs Gelegenheiten ein Tor gemacht, es war aber definitiv kein Spiel der vielen Torchancen."

Hertha drückend überlegen

Vor 45.747 Zuschauern im Olympiastadion, davon rund 15.000 aus Sachsen, drückten die Berliner von Anfang an aufs Gas.

Peter Niemeyer verpasste in der dritten Minute noch durch einen Lattenschuss die frühe Führung, dann verlängerte Dynamo-Verteidiger Bregerie einen Freistoß von Ronny ins eigene Tor (ab 22.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1).

Dresden wirkte geschockt und hätte durch Änis Ben-Hatira (26.) fast den zweiten Gegentreffer kassiert.

35464 (DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige)

Ben-Hatira in der Startelf

Der impulsive Deutsch-Tunesier stand in der Startelf, obwohl er am Samstag für mehrere Stunden von der Polizei festgenommen worden war, nachdem er bei einem Streit mit seiner Ex-Freundin deren Portemonnaie gestohlen haben soll.

"Änis ist die Geschichte sehr erwachsen angegangen", sagte Niemeyer über seinen Teamkollegen, der eine ordentliche Leistung zeigte.

Nach der Pause gab die Hertha weiterhin den Ton an, ging aber zu leichtfertig mit ihren Möglichkeiten um. Dagegen fiel Dynamo weiterhin überhaupt nichts ein, auch Torjäger Mickael Pote blieb ungefährlich.

"Dresden hat gefühlt mit acht Verteidigern gespielt. Es war nicht schön für die Fans, aber wir haben drei Punkte", sagte Berlins Sandro Wagner.

30 Dynamo-Anhänger festgenommen

Beste Spieler der Heimelf waren Niemeyer und Ronny. Bei Dynamo erreichten lediglich Torhüter Florian Fromlowitz und Cristian Fiel Normalform.

Vor dem "sicherheitsrelevanten Spiel" waren 30 Dynamo-Anhänger festgenommen worden.

Die Fans hatten in der Nähe des Olympiastadions Polizeikräfte angegriffen, es wurden Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs aufgenommen. Das bestätigte ein Polizeisprecher:

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