MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Mimoun Azaouagh (2. v.l.) spielte bisher für Mainz, Schalke und Bochum © getty

Azaouagh, Wagner, Ronny: Das Duell der Absteiger könnte geprägt werden von Spielern, die vor kurzem noch in der Kritik standen.

Von Reinhard Franke

München - Beim 1. FC Kaiserslautern ist die Stimmung so, wie man sich das als Klub-Verantwortlicher wünscht.

Im Training ist Spaß angesagt, die Mannschaft vom neuen Trainer Franco Foda funktioniert und als Ergebnis des Ganzen stehen drei Siege und zwei Unentschieden zu Buche. Heißt: Platz vier.

Vor dem Topspiel des Spieltags gegen Hertha BSC (ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER) ist also alles gut bei den "Roten Teufeln" und die Pfälzer sind gut gerüstet für das Absteiger-Duell mit der "Alten Dame" (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Viel Energie ins Team hinzubekommen"

"Wir haben durch die Neuzugänge viel Energie ins Team hinzubekommen und können daher zuversichtlich in das Spiel gehen", sagt FCK-Verteidiger Leon Jessen, der in den letzten Wochen ansteigende Form zeigte.

Mehr als 30.000 Zuschauer erwarten die Lauterer gegen Berlin, zu einem "Spiel mit hoher Qualität", bei dem "Kleinigkeiten entscheiden werden", so Foda.

Für diese Kleinigkeiten könnte vor allem Mimoun Azaouagh sorgen. Er kam im Sommer zum FCK, war in den ersten Wochen durch einen rätselhaften Infekt, dann Knieprobleme, schließlich eine Sprunggelenksblessur außen vor.

Sofort kamen die ersten Kritiker aus den Löchern und stempelten den Ex-Bochumer als Fehleinkauf ab.

Azaouagh will Mannschaft helfen

Doch der Mittelfeldspieler sollte Recht behalten, als er im "kicker" erklärte: "Wenn ich fit bin, kann ich der Mannschaft helfen."

So wie vor Wochenfrist beim Heimsieg gegen den MSV Duisburg. Kaum eine Viertelstunde auf dem Platz bei seinem Debüt traf der Neuzugang zum Siegtor gegen die "Zebras". Das will er nun am liebsten auch wieder gegen die Hertha.

Foda ist jedenfalls froh, dass er zu seinem topbesetzten Sturm mit Kapitän Albert Bunjaku und Mo Idrissou mit dem kreativen Azaouagh eine weitere Alternative im Kader hat: "Mimoun ist ein guter Spieler. Sein Vorteil ist, dass er auf mehreren Positionen spielen kann."

Wiedersehen mit Sandro Wagner

Ein Wiedersehen wird es auf dem Betzenberg mit dem in der vergangenen Rückrunde beim FCK glücklosen Stürmer Sandro Wagner geben, der in Berlin aufgeblüht ist, nachdem er sich in Lautern einen Ruf als Chancentod erworben hatte.

"Hertha hat im Spiel nach vorne viel Qualität mit Wagner, Sami Allagui, Ramos und Ronny", sagt Foda: "Aber wir spielen zu Hause und haben ebenfalls Qualität. Daher wollen wir unsere eigene Spielphilosophie durchsetzen und uns gar nicht zu stark nach dem Gegner richten."

Ronny schwimmt sich frei

Das wollen die Berliner auch nicht. Sie wollen den Aufwärtstrend von zuletzt drei Siegen in Serie fortsetzen und auch am Betzenberg möglichst dreifach punkten.

Bei der Hertha in den Fokus gespielt hat sich zuletzt immer mehr Ronny.

Einst als reines Beiwerk seines großen Bruders Raffael verschrien, hat der sich Inzwischen freigeschwommen: Mit drei Toren ist er treffsicherster Berliner. "Er hat den vielleicht stärksten linken Fuß der Liga", sagt sein Trainer Jos Luhukay.

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