FC-Liebe: Thomas Bröker schlug im Sommer ein Angebot von Werder Bremen aus © getty

Kölns Thomas Bröker spricht im SPORT1-Interview über seine Rückkehr in die Domstadt, vergebene Torchancen und Unruhe im Umfeld.

Aus Köln berichtet Thorsten Langenbahn

Köln - Seine Frau ist Ur-Kölnerin, seine Kinder sind in der Domstadt geboren:

Thomas Bröker hat eine enge Beziehung zu Köln und wohnt dort nicht weit vom Rhein entfernt.

Bereits von 2004 bis 2006 stand der Angreifer beim Traditionsklub unter Vertrag, stieg 2005 mit dem Verein in die Bundesliga auf.

Im Mai dieses Jahres beschrieb der 27-Jährige seine Rückkehr von Fortuna Düsseldorf zum FC als "Herzensangelegenheit" und unterschrieb am Geißbockheim einen Dreijahresvertrag.

"Ich bin froh, wieder hier zu sein. Natürlich kann die Punktausbeute noch ein bisschen besser sein", sagt Bröker, der das bislang einzige Saisontor der Kölner erzielte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) .

Im SPORT1-Interview spricht der Außenstürmer über die mangelhafte Torausbeute gegen St. Pauli (BERICHT: Köln weiter sieglos), die Neuzugänge Sascha Bigalke und Anthony Ujah sowie das bevorstehende Kellerduell bei Union Berlin (Fr, ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER).

SPORT1: Herr Bröker, warum ist das Tor für den FC gerade wie vernagelt?

Thomas Bröker: Wenn ich das wüsste, hätten wir gegen St. Pauli gewonnen. Es ist momentan einfach so. Wir haben aber ein super Spiel gemacht, das haben die Zuschauer nach dem Abpfiff auch gezeigt. Wir müssen weitermachen, es ist eine kurze Woche für uns.

SPORT1: Was haben Sie sich für das Kellerduell am Freitag bei Union Berlin vorgenommen?

Bröker: Da können wir es schon besser machen. Ich bin mir sicher, wir werden noch unsere Punkte holen, denn wir spielen guten Fußball. Bis auf die zweite Halbzeit in Aue haben wir fast jedes Spiel dominiert. Gegen St. Pauli haben wir nicht die ganz hundertprozentig klaren Torchancen herausgespielt, aber wir waren dominant und haben den Gegner im Griff gehabt. Nur das letzte Quäntchen hat leider wieder gefehlt.

SPORT1: Woran hapert es zurzeit genau?

Bröker: Wir müssen auch mal ein Tor schießen. Wir haben gegen St. Pauli das Spiel gemacht, aber uns wieder nicht belohnt. In der zweiten Halbzeit haben wir uns viele Torchancen erspielt, aber es war immer ein Bein dazwischen.

SPORT1: Nach nur zwei Punkten aus fünf Spielen: Spüren Sie schon wieder Unruhe im Umfeld?

Bröker: Intern ist Ruhe. Die Fans haben nach dem Spiel applaudiert und gezeigt, dass sie mit dem Spiel zufrieden waren. Wie gesagt: Wir müssen weiterarbeiten. Irgendwann gehen dann auch die Dinger rein, mit denen du gar nicht rechnest.

SPORT1: Waren die Neuzugänge Anthony Ujah und Sascha Bigalke bei Ihrem Startelf-Debüt belebende Elemente im FC-Spiel?

Bröker: Ja, sie haben uns gut getan. Bigalke mit seinen Ideen, Anthony hat die Bälle gut festgemacht und verlängert. Die beiden können uns schon weiterhelfen.

SPORT1: Wie haben Sie selbst sich beim 1. FC Köln wieder eingelebt?

Bröker: Ich bin froh, wieder hier zu sein. Natürlich kann die Punktausbeute noch ein bisschen besser sein. Ich hoffe, dass wir so schnell wie möglich Punkte holen und schon bald in der Tabelle nach oben klettern.

SPORT1: Ist das Thema Wiederaufstieg zurzeit noch weit weg?

Bröker: Vom Aufstieg brauchen wir momentan nicht zu reden. Wir müssen uns als Mannschaft finden und dann schauen wir mal, wie es weitergeht. Vielleicht kann man im Winter ein Fazit ziehen, wo die Reise noch hingeht. Aber momentan müssen wir erstmal Punkte sammeln und benötigen einfach nur ein Erfolgserlebnis.

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