SPORT1-Experte Peter Neururer ist von den Vorfällen um Pezzoni schockiert. Der Disput zwischen Spieler und Verein ist bedenklich.

Liebe Fußball-Freunde,

mit großen Bedenken blicke ich auf die Geschehnisse in Köln und die Vorfälle um Kevin Pezzoni. Alles hat mit vermeintlichen Fußballfans angefangen, die auf jeden Fall fehlgeleitet sind und ihre privaten Probleme am Fußball auslassen.

Was da in Köln abgelaufen ist, muss strafrechtlich verfolgt werden. Solche Leute müssen komplett vom Fußball ausgeschlossen werden.

Dass jetzt Pezzoni und der 1. FC Köln aneinandergeraten sind, sieht nach einem ganz miesen Spiel aus. Man weiß gar nicht, wem man glauben kann.

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Bei Vertragsauflösungen gibt es normalerweise Absprachen, und die scheinen wohl von einer Seite nicht eingehalten worden zu sein.

Die Aussagen von Pezzoni stehen ja in einem krassen Widerspruch zu dem, was die Vereinsführung um Claus Horstmann und Werner Spinner von sich gibt. (AKTUELL: Schlammschlacht um Pezzoni)

Das wirft alles ein sehr schlechtes Licht auf Köln und muss so schnell wie möglich bereinigt werden, sonst verliert der Klub an Glaubwürdigkeit.

Ich möchte an dieser Stelle aber nochmal betonen, dass der Ursprung in einem kriminellen Fehlverhalten sogenannter Fans liegt.

Auch was beim MSV Duisburg passiert ist, kann ich nicht nachvollziehen.

Ich kann einfach nicht verstehen, egal wie gut der neue Trainer Kosta Runjaic auch ist, dass ein Verein wie der MSV Duisburg eine Ablösesumme für einen Trainer bezahlt, der in der Dritten Liga auf dem Abstiegsplatz stand.

Vor allem dann nicht, wenn ich einen Mann wie Oliver Reck im eigenen Team habe, der im letzten Jahr die schwierigsten Situationen gemeinsam mit dem Verein überstanden hat.

Es kann höchstens interne Gründe für die Entlassung gegeben haben.

Es sollten mal diejenigen Personen, die solche Entscheidungen treffen, ihre eigene Position überdenken. Diese Personen sollte man anstelle des Trainers beurlauben.

Sollte der Trainer so schlecht sein, dass ich ihn entlassen muss, dann mache ich das sofort und gehe nicht mit ihm in die Vorbereitung. Das ist amateurhaftestes Verhalten auf Seiten des MSV Duisburg.

Dass das Spitzenspiel am 5. Spieltag Energie Cottbus gegen den FSV Frankfurt lautet, konnte so auch keiner erwarten. Diese Konstellation ist für Frankfurt mit Sicherheit etwas ganz neues. Bei Cottbus ist es die Bestätigung und Zusammenstellung der Mannschaft seit Rudi Bommer da ist. Ich traue Energie zu, dass sie am Ende oben mitmischen werden.

Euer Peter Neururer

Peter Neururer analysiert als Experte die Zweite Liga im TV und Internet für SPORT1. Als Trainer arbeitete er u.a. für den 1. FC Köln, Hertha BSC, Schalke 04, Hannover 96 und den VfL Bochum. Zuletzt trainierte er von 2008 bis 2009 den MSV Duisburg.

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