SPORT1-Reporter Fabian Greve spürt Erleichterung bei den Kiezkickern und blickt voraus auf das Wiedersehen mit Stanislawski.

Nun ist es also vollbracht: Der FC St. Pauli hat den ersten Saisonsieg gefeiert. Das 2:1 gegen Sandhausen sorgte für große Erleichterung.

Begriffe wie "Befreiungsschlag" und "Brustlöser" machten schnell die Runde auf dem Kiez. Aber kann man davon nach einem knappen Dreier gegen einen Aufsteiger wirklich sprechen?

Sicherlich nicht in Gänze, aber in Teilen. St. Paulis 26 Torschüsse waren ligaweiter Saisonrekord, die Torausbeute angesichts dieses Wertes allerdings mager.

Nach dem komplett vergurkten Auftritt die Woche zuvor in Cottbus und deutlichen Worten von Kapitän Fabian Boll im Anschluss hat die Mannschaft aber eine Reaktion gezeigt.

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Leidenschaft, Laufbereitschaft und Emotionen - das Herz von St. Pauli hat die Schlagzahl erhöht und dem Fehlstart-Druck standgehalten.

Fin Bartels hatte die Führung besorgt und Marius Ebbers dann das 2:0 erzielt. Zweitligatreffer Nummer 99 für "Ebbe".

Der jetzt sehnsüchtig auf den nächsten wartet, damit die ständigen Fragen zum Countdown auf die 100 endgültig beantwortet sind. Das Anschlusstor blieb folgenlos und der erste Dreier wurde freudig gefeiert.

Genau wie Fabio Morena übrigens. Nach neun (!) Jahren in Diensten des Millerntorklubs kehrte der ehemalige Pauli-Kapitän jetzt im Trikot von Sandhausen in "sein Stadion" zurück und wurde nach Spielschluss offiziell verabschiedet.

Fast alle der gut 21.000 Zuschauer bereiteten "Morinho" einen unvergesslichen Gänsehautabschied mit "You'll never walk alone"

Nach zwei freien Tagen hat nun die Vorbereitung auf die beiden Auswärtsspiele in Köln und Frankfurt begonnen. Der nächste emotionale Moment für Ebbers, Boll, Bartels und Co.

Das Wiedersehen mit Holger Stanislaswski. Erst die Partie in Köln wird zeigen, ob der Sieg gegen Sandhausen wirklich ein Befreiungsschlag war??

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