Markus Kauczinski (l. mit Iashvili) beerbte Jörn Andersen im März 2012 als KSC-Trainer © imago

In Karlsruhe ruhen vor dem Relegationsspiel in Regensburg die Hoffnungen auf dem Trainer. Beim Jahn gibt es Wirbel um den Coach.

Karlsruhe/Regensburg - Die Hoffnung trägt in Karlsruhe den Namen Markus Kauczinski:

Die Teilnahme am Relegations-Hinspiel zur Zweiten Liga gegen Jahn Regensburg am Freitag (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER, Zusammenfassung, Fr., ab 22.30 Uhr im TV auf SPORT1) hat der Karlsruher SC vor allem seinem Trainer zu verdanken.

Seitdem der 41-Jährige als Chefcoach auf der Trainerbank sitzt, hat der Traditionsverein in sieben Zweitligaspielen 13 Punkte eingefahren und die vergangenen vier Heimspiele gewonnen.

"Wir haben jetzt das Selbstbewusstsein, das die ganze Runde fehlte. Mit Kauczinski kamen Stabilität und Sicherheit zurück", sagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther.

Kauczinski reißt Ruder herum

Mit dem zweiten Trainerwechsel der Saison vom glücklosen Jörn Andersen zum ehemaligen U-23-Trainer Kauczinski hat der KSC im letzten Augenblick das Ruder herumgerissen (DATENCENTER: Zweitliga-Tabelle).

Aus fast aussichtsloser Lage hat Kauczinski den Ex-Bundesligisten noch in die Relegation geführt, entsprechend wird das Erreichen der Entscheidungsspiele in Karlsruhe gewertet.

"Die Relegation ist für uns ein Riesenerfolg. Wir waren schon abgeschlagen, hatten fünf Punkte Rückstand. Die Relegation war das Optimale, und das haben wir rausgeholt", sagte Kauczinski der "Rhein-Neckar-Zeitung":

"Das ist eine Riesenchance. Wir sind heiß."

Statistik spricht für Regensburg

Die Statistik spricht allerdings gegen den KSC.

Seit der Einführung der Relegationsspiele setzte sich in Dynamo Dresden, dem FC Ingolstadt und dem SC Paderborn bisher immer der Drittligist durch.

Kauczinski bleibt dennoch gelassen: "Das interessiert mich nicht. Der KSC war da doch nie dabei."

Ärger über Augsburg

Auch beim Gegner Jahn Regensburg steht der Trainer derzeit im Mittelpunkt.

Der bevorstehende Wechsel von Markus Weinzierl zum Bundesligisten FC Augsburg trübt beim Drittligisten allerdings die Vorfreude auf die Relegation.

"Wir waren völlig überrascht, wir wussten von nichts. Das war für uns ein echter Hammer, der zum ungünstigsten Zeitpunkt kam", sagte Regensburgs Sportchef Franz Gerber.

Der frühere Profi ist richtig sauer auf die Schwaben: "Es ist schade, dass uns eine Indiskretion in Augsburg jetzt das Leben so schwer macht."

"Noch nichts unterschrieben"

Gerber geht davon aus, dass Weinzierl zum FCA wechselt.

"Er hat bestätigt, dass er Kontakt mit Augsburg hat, aber auch versichert, dass noch nichts unterschrieben ist. Wir müssen aber damit rechnen, dass er uns verlässt."

Weinzierl selbst hatte bereits nach dem Abpfiff der Drittliga-Partie der Regensburger gegen Carl Zeiss Jena (1:1) seinen Abschied durch die Blume angedeutet.

"Natürlich würde ich gerne in der Bundesliga trainieren. Wenn eine solche Anfrage kommt, ist das auch ein Kompliment für die Mannschaft", hatte der Jahn-Coach gesagt.

Trainer-Diskussionen ohne Einfluss

Für Kauczinski spielt der bevorstehende Wechsel seines Trainer-Kollegen für die Relegation keine Rolle:

"Das wird die Leistung der Regensburger nicht negativ beeinflussen. Die spielen, um aufzusteigen. Der Jahn wird alles dafür geben, in die Zweite Liga aufzusteigen, auch wenn der Trainer eventuell geht."

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