Daniel Adlung (r.) schoss gegen Union sein drittes Saisontor, Dimitar Rangelow sein zwölftes © getty

Die Lausitzer gewinnen dank Torjäger Rangelow ein dramatisches Ost-Derby gegen Union Berlin und vermeiden damit die Relegation.

Cottbus - Energie Cottbus hat sich zum Klassenerhalt gezittert.

Im Ost-Duell gegen Union Berlin gewann das Team von Trainer Rudi Bommer 2:1 (0:0) und entging damit den Relegationsspielen gegen den Drittligisten Jahn Regensburg.

Die Gäste sicherten sich als Trostpflaster immerhin den inoffiziellen Titel des Ostmeisters (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Daniel Adlung (59.) hatte Energie in Führung gebracht, ehe Chinedu Ede nur wenig später ausglich (61.). Dimitar Rangelow erzielte per direktem Freistoß das 2:1 (73.) 35464 (DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige) .

Elfer im zweiten Versuch an die Latte

Vor 20.049 Zuschauern im Stadion der Freundschaft hatten die Gäste durch Simon Terodde die erste Chance. Doch seinen Kopfball lenkte Rene Renno noch an die Latte (6.).

Fünf Minuten vor der Pause überschlugen sich dann die Ereignisse: Erst wurde ein Tor für Energie durch Uwe Hünemeier wegen Abseits zu Recht nicht anerkannt, im Gegenzug pfiff Schiedsrichter Christian Dingert nach einem Foul von Daniel Ziebig an Simon Terodde Elfmeter.

Markus Karl traf zur vermeintlichen Führung, doch Dingert ließ den Strafstoß wiederholen, weil mehrere Spieler zu früh in den Strafraum liefen. Karl, der für den gebürtigen Cottbuser und Union-Kapitän Torsten Mattuschka antrat, setzte den Ball im zweiten Versuch an die Latte.

Mattuschka hatte bereits vor dem Spiel angekündigt, keinen Elfmeter gegen seinen Ex-Klub schießen zu wollen.

Ausgleich nach 107 Sekunden

Auch kurz nach der Pause gab es wieder Aufregung im Cottbuser Strafraum.

Nachdem Silvio gegen Renno zu Fall kam, forderten die Berliner erneut Elfmeter (49.). Das erste Tor erzielten aber dann die Gastgeber. Mit einem platzierten 18-m-Schuss traf Adlung zur etwas überraschenden Führung.

Die Freude währte aber nur ganze 107 Sekunden. Nach einer Flanke kam Chinedu Ede völlig frei aus kurzer Distanz zum Kopfball. Erst zwölf Minuten später verschaffte Rangelow den Lausitzern endgültig Erleichterung.

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