Elias Charalambous (r. mit Meier) wechselte im Januar 2012 von Larnaka nach Karlsruhe © getty

Der knappe Heimerfolg gegen Frankfurt reicht Karlsruhe nur zur vorläufigen Rettung. Die Eintracht verspielt die Meisterschaft.

Karlsruhe - Der Karlsruher SC muss trotz eines abschließenden Heimsieges weiter um den Klassenerhalt bangen.

Zwar gewannen die Badener am letzten Spieltag mit 1:0 (1:0) gegen Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt, doch die Konkurrenz patzte nicht entscheidend, so dass der KSC lediglich Relegationsplatz 16 erfolgreich verteidigen konnte und in die Relegation muss.

Dort tritt das Bundesliga-Gründungsmitglied zunächst am 11. Mai bei Jahn Regensburg, dem Dritten der Dritten Liga, an und genießt drei Tage später im Rückspiel Heimrecht.

Karlsruhe war erst einmal in die Drittklassigkeit abgestiegen - im Jahr 2000 (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Charalambous trifft

Vor 25.780 Zuschauern besiegelte Elias Charalambous (9.) den verdienten Erfolg der Gastgeber.

Damit machte sich die Verpflichtung von Trainer Markus Kauczinski Ende März zumindest erst einmal bezahlt.

"Wir waren vor sieben Spielen abgestiegen. Wir sind heute als Tabellen-16. angetreten und da hat niemand etwas auf uns gewettet. Wir hatten es in der eigenen Hand und haben es geschafft. Bei uns herrscht eine große Euphorie", betonte Kauczinski.

Der Coach holte in sieben Partien immerhin 13 Punkte, während sein Vorgänger Jörn Andersen in 13 Spielen gerade einmal acht Zähler sammelte.

"Wir müssen besser kontern, dann machen wir auch das 2:0. Da müssen wir abgezockter werden", erklärte er der KSC-Trainer weiter.

Eintracht harmlos

Eine Woche nach der Niederlage bei Alemannia Aachen (0:1) begann der KSC mutig und setzte die Gäste früh unter Druck.

Nach feiner Vorarbeit von Sebastian Schiek über die rechte Seite sorgte Abwehrspieler Charalambous mit einer Direktabnahme für die erlösende Führung der Hausherren.

"Es war ein unglaublich spannendes und intensives Spiel", betonte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer.

Die Eintracht hatte danach zwar mehr Ballbesitz, doch bis auf einen gefährlichen Kopfball von Alexander Meier (42.) sprang nicht viel heraus 35464 (DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige) .

"Wir wollten gewinnen, aber das ist uns nicht gelungen. Der Wille war da", sagte Frankfurts Keeper Oka Nikolov.

"Wir haben mit Leidenschaft gekämpft. Frankfurt ist eine gute Truppe und hat auch gut dagegengehalten", meinte Timo Staffeldt.

Idrissou scheitert

Auch nach dem Wechsel waren die Badener in einer chancenarmen Begegnung die engagiertere Mannschaft.

Aber auch die Eintracht wollte ihre theoretische Chance auf die Zweitliga-Meisterschaft nutzen.

Doch Mohamadou Idrissou (71.) vergab die beste Ausgleichschance. "Bei den Frankfurter Chancen ist uns das Herz schon mal in die Hose gerutscht", sagte Staffeldt und blickte bereits auf die Relegation:

"Wir haben seit Wochen einen positiven Laufen und sind gegen Regensburg im Vorteil. Den Schwung müssen wir einfach mitnehmen, dann glaube ich auch, dass wir gegen Regensburg bestehen werden."

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