Stephan Schröck (l.) wechselt zur kommenden Saison nach Hoffenheim © getty

Fürth blendet alle möglichen Unruheherde aus. Die Konzentration gilt allein dem Aufstiegskampf. Schröck fällt wohl weiter aus.

München - Unruheherde wollen die Verantwortlichen der SpVgg Greuther Fürth in der entscheidenden Phase der Saison nach dem Verlust der Tabellenführung nicht zulassen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Vertragsverhandlungen und mögliche Personalspekulationen spielen vor dem Heimspiel gegen Energie Cottbus am Donnerstag (Do., ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER und Zusammenfassung im TV auf SPORT1 in "Hattrick - die 2. Liga") daher keine Rolle, stattdessen wolle man die Serie von zuletzt acht Spielen in Serie ohne Niederlage unbedingt fortsetzen.

"Wir wollen unseren großen Traum verwirklichen, da wird der Verein hier bestimmt keinen Ausverkauf starten", sagte Trainer Mike Büskens, der selbst noch keinen Vertrag über das Saisonende hinaus besitzt, den "Nürnberger Nachrichten".

Auch Manager Rachid Azzouzi sieht trotz des schon sicheren Abgangs von Stephan Schröck zu 1899 Hoffenheim keinen Grund zur Besorgnis.

"Wir setzen auf Kontinuität und haben mit vielen Spielern langfristige Verträge abgeschlossen, die sind ja nicht einseitig kündbar", sagte der frühere Mittelfeldspieler.

Kein Ausverkauf in Fürth

Die Zeiten, wo die Konkurrenz die Spieler "mit mehr Geld ködern konnte", seien vorbei. "Außerdem sind wir nicht gezwungen, unsere halbe Mannschaft zu verkaufen", sagte Azzouzi.

Schröck hofft nach seinem feststehenden Abgang auf einen vernünftigen Abschied aus dem Frankenland. "Ich habe hier elf wunderschöne Jahre erlebt, die ich nicht missen möchte", sagte der 25-Jährige der "Nürnberger Zeitung". Der Mittelfeldspieler möchte sich mit dem Aufstieg verabschieden.

Einsatz von Schröck fraglich

Sein Einsatz gegen Cottbus ist dagegen fraglich. Das Training brach Schröck vorzeitig ab. "Die Chancen stehen 50:50. Ich verspüre noch immer Schmerzen im Knie." Definitiv verzichten müssen die Fürther auf Bernd Nehrig. Der Rechtsverteidiger zog sich im Spiel gegen Aue einen Muskelfaserriss zu.

Gegen die Lausitzer kommt es zur Begegnung mit dem ehemaligen "Kleeblatt" Daniel Adlung. Der Mittelfeldspieler begann seine Profilaufbahn einst bei den Fürthern.

Gastgeschenke dürfen die Franken deswegen aber nicht erwarten. "Unsere Situation ist nicht dazu angetan, Fürth irgendetwas zu schenken", stellt Adlung klar.

Büskens erwartet enges Rennen

Das Ziel Aufstieg bleibt klar im Blick, und mit einem Sieg können die Franken (60 Punkte) zumindest vorübergehend an Ligakrösus Eintracht Frankfurt (61) vorbeiziehen. Die Hessen treten erst am Samstag beim MSV Duisburg an.

Büskens rechnet mit einem engen Rennen bis zum Schluss. "Du kriegst im Fußball nichts geschenkt. So wird?s bis zum Ende sein."

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