Ex-Fürther gegen baldigen Ex-Fürther? Zoltan Stieber (orange) im Zweikampf mit HSV-Spieler Heiko Westermann © getty

Der Hamburger SV treibt seine Kaderplanungen für die kommende Saison voran.

Nach übereinstimmenden Medienberichten steht der Offensivallrounder Zoltan Stieber von der SpVgg Greuther Fürth vor einem Wechsel zu den Hanseaten.

"Wir haben gerade eine Beschlussvorlage für den amtierenden Aufsichtsrat für neue Spieler erstellt", sagte der vor dem Aus stehende Klub-Chef Carl Jarchow.

Stieber besitzt in Fürth noch einen Vertrag bis 2016, für den Ungarn ist eine Ablöse von rund 1,2 Millionen Euro im Gespräch. Bei Ausgaben über 500.000 Euro muss der HSV-Aufsichtsrat nach der noch gültigen Geschäftsordnung zustimmen.

Am Sonntag hatten die Mitglieder des HSV für die Ausgliederung der Fußball-Abteilung gestimmt und damit einen Umbruch an der Klub-Spitze eingeleitet.

Die neue Fußball-AG muss allerdings noch ins Handelsregister aufgenommen werden - dies soll bis Ende Juni passieren.

Erst dann können die neuen Macher auch offiziell ihre Arbeit aufnehmen. Jarchow soll durch den ehemaligen HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer (2002 bis 2009) ersetzt werden. "Wir sind uns eigentlich mit ihm einig", sagte Karl Gernandt, designierter Aufsichtsratsvorsitzender der Hamburger.

Neben Stieber soll noch ein weiterer Angreifer kommen, Mittelfeldjuwel Hakan Calhanoglu trotz seiner Wechselabsichten unbedingt gehalten werden.

Die Zukunft von Kapitän Rafael van der Vaart ist dagegen weiter offen. "Wir wollen innerhalb von drei Jahren eine solide Mannschaft auf die Beine stellen - mit Nachwuchsspielern auf dem Rasen", sagte Gernandt, "wir wollen in den Transferperioden mit breiter Brust auftreten können, weil die Finanzen geregelt sind."

Edelfan Klaus-Michael Kühne hatte zuletzt eine Investition in Höhe von rund 25 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

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