Im DFB-Pokalfinale 2014 gibt es große Aufregung bei Borussia Dortmund. Mats Hummels köpft in der zweiten Halbzeit aufs Tor. Abwehrspieler Dante vom FC Bayern klärt wohl erst hinter der Linie
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Nach der neu entfachten Diskussion über die Torlinientechnik macht sich der WM-Ausrüster GoalControl wieder Hoffnungen auf eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL).

"Es ist sicherlich klar, dass man sich freut, wenn neue Dinge entstehen und man vielleicht die Gespräche fortsetzen kann", sagte Geschäftsführer Dirk Broichhausen.

Die Debatte über die Torlinientechnik war nach dem nicht anerkannten Treffer des Dortmunders Mats Hummels im DFB-Pokalfinale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (2:0 n. V.) aufgekommen.

Der DFB hatte daraufhin erklärt, dass er über eine Anwendung der Technik bei künftigen Endspielen nachdenken wird. Die DFL hatte eine erneute Abstimmung über das Thema in Aussicht gestellt. Erst vor zwei Monaten hatten sich die 36 deutschen Profiklubs mehrheitlich gegen die Einführung der technischen Hilfe für die Schiedsrichter ausgesprochen.

Als Argumente führten die Gegner damals die hohen Kosten und die angeblich noch nicht ausgereifte Technik an. Dem widersprach Broichhausen, dessen Firma aus Würselen bei Aachen den Zuschlag des Weltverbandes FIFA für die WM-Endrunde in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) erhalten hatte.

"Fakt ist, dass das System ausgereift ist. Es ist sehr intensiv getestet worden, es hat die FIFA-Zulassung - und die FIFA-Kriterien sind sehr streng", äußerte der Geschäftsführer, nach dessen Angaben sich die Kosten für die Installation auf 250.000 Euro belaufen:

"Das System ist sehr zuverlässig, sonst würde es nicht bei der größten Sport-Veranstaltung der Welt eingesetzt werden."

CoalControl arbeitet mit jeweils sieben Kameras für jedes Tor und einem zentralen Auswertungssystem. Sollte der Ball im Tor sein, erhält der Schiedsrichter innerhalb einer Sekunde ein Signal (optisch und per Vibration) auf seine Armbanduhr.

Broichhausen gestand allerdings ein, dass ein Einsatz der Technik bei Amateurklubs im DFB-Pokal aus seiner Sicht nicht ratsam ist.

"Die Endrunden sind prädestiniert für die Torlinientechnik", sagte der Geschäftsführer: "Ich glaube nicht, dass es in der ersten Runde Sinn machen würde - aus Gründen der Praktikabilität und des Auf- und Abbaus."

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