Trotz Sparkurs will der HSV die Leistungsträger Lasogga, van der Vaart und Calhanoglu (v.l.) halten © getty

Der Hamburger SV plant nach dem geglückten Klassenerhalt ein Sparprogramm für die neue Saison.

Wie Sportdirektor Oliver Kreuzer einen Tag nach der erfolgreichen Relegation gegen Zweitligist SpVgg Greuther Fürth mitteilte, sollen die Gehaltskosten beim HSV von 43 auf 38 Millionen Euro gesenkt werden.

"Wir wollen die Mannschaft leicht verändern und müssen schauen, wie wir diesen Spagat hinbekommen", sagte Kreuzer.

Mittelfeld-Juwel Hakan Calhanoglu spielt in den Planungen der Hamburger weiter die zentrale Rolle.

"Er wird definitiv HSV-Spieler bleiben", sagte Kreuzer über den Deutsch-Türken, der zuletzt mit Bayer Leverkusen in Verbindung gebracht wurde.

Auch Rene Adler und Rafael van der Vaart sollen trotz des Sparkuses an der Elbe bleiben - was Berichten des "kicker" widerspricht, dass der HSV die beiden Top-Verdiener gern von der Gehaltsliste bekommen würde.

Zudem hofft Kreuzer weiter auf einen Verbleib des von Hertha BSC ausgeliehenen Angreifers Pierre-Michel Lasogga.

"Sollte Pierre seine Karriere in Hamburg fortsetzen wollen, glaube ich schon, dass wir gute Möglichkeiten haben, ihn zu halten", sagte Kreuzer.

Lasogga selbst allerdings deutete einen Wechsel an: "Ich sage schon seitdem ich Fußball spielen kann, dass ich den Traum habe, irgendwann einmal in die Premier League zu gehen", hielt der Stürmer fest.

Der Montag sei erst einmal sein "letzter Tag" beim HSV gewesen: "Alles andere wird sich in den nächsten Wochen entscheiden." Der wuchtige Angreifer soll unter anderem bei Newcastle United im Gespräch sein.

Der HSV hatte Lasogga für eine Saison von Hertha BSC ausgeliehen, bei den Berlinern steht er noch bis 2015 unter Vertrag. Aus der Bundesliga soll der VfL Wolfsburg an Lasogga interessiert sein. Sein neuer Berater Didier Frenay transferierte schon Kevin de Bruyne, Ivan Perisic und Junior Malanda zu den Niedersachsen transferierte.

Calhanoglu knüpfte seine Zukunft an der Elbe derweil an Bedingungen.

"Natürlich will ich gerne bleiben, ich fühle mich hier wohl", sagte der 20-Jährige, der erst im Februar seinen Vertrag bis 2018 verlängert hatte, zu SPORT1: "Ich würde mich aber freuen, wenn der Verein meinen Wünschen nachkommt."

Wie diese aussehen, wollte Calhanoglu nicht sagen.

Nach der schlechtesten Saison der Vereinsgeschichte (27 Punkte) hatte Hamburg am Sonntagabend durch das 1:1 in Fürth doch noch den Klassenerhalt geschafft. Im Hinspiel hatten sich beide Teams zuvor 0:0 getrennt.

Um nicht erneut in den Abstiegsstrudel zu geraten, hofft Kreuzer zudem auf frisches Kapital: "Sonst kann ich die Wünsche des Trainers nicht erfüllen."

Am Sonntag entscheiden die Mitglieder über die Reforminitiative "HSVPlus" und damit über eine mögliche Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung aus dem Gesamtverein.

Auch Trainer Mirko Slomka bezeichnete die Reform als "den nächsten notwendigen Schritt" in der Organisationsstruktur der Hamburger.

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