Ante Sapina geht beim Bundesgerichtshof in Revision © imago

Wettbetrüger Ante Sapina gibt sich mit seinem Mitte April erzielten Teilerfolg nicht zufrieden und zieht erneut vor den Bundesgerichtshof (BGH). Das berichtet der "Spiegel".

Der 38-Jährige, dem am 14. April vor dem Landgericht Bochum ein halbes Jahr seiner Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren erlassen worden war, hatte durch seine Anwälte bereits am 21. April fristgerecht Revision beim BGH eingelegt.

In dem Revisionsschreiben forderten Sapinas Anwälte Stefan Conen und Ralf Neuhaus den BGH auf, das Bochumer Urteil zu untersuchen.

Demnach sei nicht klar, wen der Angeklagte tatsächlich geschädigt habe und welche Personen zu dessen Bande gehörten.

Bis der BGH über die neuerliche Revision entschieden hat, ist das Urteil vom 14. April nicht rechtskräftig.

Die Richter in Karlsruhe hatten das erstinstanzliche Urteil gegen Sapina aus dem Mai 2011 später in Teilen aufgehoben und an die Rückläuferkammer in Bochum zurückgegeben, weil Sapinas Aussagen nach Meinung des BGH nicht genug berücksichtigt worden waren.

Sapina und dessen Komplize Marijo C. hatten gestanden, Spieler, Schiedsrichter und Funktionäre bestochen zu haben.

51 Spiele, darunter auch Begegnungen in der Champions League und der WM-Qualifikation, sollen manipuliert worden sein.

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