Die Uhr in Hamburg gab kurzzeitig ihren Geist auf © imago

Welch eine Symbolik: Nach dem desolaten Auftritt des Hamburger SV im Hinspiel der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth (0:0) hat auch noch die Bundesliga-Uhr im Stadion aufgehört zu ticken.

Ziemlich genau eine Stunde nach dem Abpfiff war der Strom weg, die Anzeige fiel aus.

Der HSV wollte darin aber kein schlechtes Omen erkennen: Die Uhr werde "jede Nacht durch eine Zeitschaltuhr energiesparend ein- und ausgeschaltet", teilte der Klub mit.

Bald könnte die Zeit für das letzte verbliebene Bundesliga-Gründungsmitglied wirklich abgelaufen sein.

Am Sonntag hat der HSV beim Rückspiel in Fürth seine allerletzte Chance, doch noch den ersten Abstieg der 127-jährigen Vereinsgeschichte zu verhindern - nach dann 50 Jahren und 267 Tagen ununterbrochener Zugehörigkeit zum Oberhaus.

"Es wird am Sonntag auf jeden Fall spannend", sagte HSV-Trainer Mirko Slomka.

Der ehemalige HSV-Torhüter Uli Stein hat kaum noch Hoffnung auf die Rettung.

"Das war erschreckend. Da ist es schwer, die Fassung zu bewahren", sagte Stein, der 1983 mit den Hanseaten den Europapokal der Landesmeister gewonnen hatte: "Keiner wehrt sich, das ist eine leblose Truppe."

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