Wolfgang Wolf trainierte Nürnberg von April 2003 bis Oktober 2005 © getty

Wolfgang Wolf hat am Donnerstag wie erwartet die neu geschaffene Rolle des Leiters der Fußball-Abteilung beim Absteiger 1. FC Nürnberg übernommen.

Der ehemalige Trainer und Manager des Club erhielt einen Zwei-Jahres-Vertrag.

Aufsichtsrat und Vorstand seien in Gesprächen zu der Überzeugung gelangt, dass Sportvorstand Martin Bader "nach dem katastrophalen Ergebnis der vergangenen Saison" dringend Unterstützung im sportlichen Bereich benötige, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Schramm bei der Vorstellung von Wolf (56).

Wolf hatte bereits von 2003 bis 2005 beim Club gearbeitet, zunächst in doppelter Funktion.

Auf sein Betreiben hin kam zu Jahresbeginn 2004 der heutige Sportvorstand Bader als Manager nach Nürnberg.

Im Oktober wurde Wolf dann von Bader entlassen.

"Es gibt solche Entlassungen und solche, wir sind als Freunde auseinander gegangen", sagte Wolf nun und betonte: "Der Schritt damals war richtig. Ich hatte keinen Zugriff mehr auf die Mannschaft."

Den Klassenerhalt 2005 und den Pokalsieg 2007 hätte er "nicht hinbekommen", das gelang damals Hans Meyer.

Wolf war 2003 mit dem Club abgestiegen, ein Jahr später gelang ihm aber der sofortige Wiederaufstieg. Er kennt also die Situation - die jetzige sei aber nicht "vergleichbar mit dem Abstieg damals", versicherte er.

"Man muss nicht so viel ändern wie damals, der Verein ist inzwischen top aufgestellt, es stimmt vieles, bis auf die Ligazugehörigkeit."

Die erste Aufgabe für Wolf wird nun sein, einen Trainer zu finden: Es soll, so ist zu hören, nach Möglichkeit ein Mann sein, der die erste und die zweite Liga bereits kennt. Einen Zeitplan gebe es nicht. Wolf ist als Leiter der Fußballabteilung angestellt.

Er soll nahe an der Lizenzspielermannschaft dran sein, dem Scouting vorstehen und darüber hinaus ein Auge auf das Nachwuchszentrum haben.

Der Club sei gerade noch rechtzeitig bei ihm vorstellig geworden, sagte Wolf, ein "paar Tage später", und er hätte wieder als Trainer gearbeitet.

Nach dem Tod seines Bruders Arno, der in Nürnberg als Scout arbeitete, hatte Wolf eine Auszeit genommen.

Die Zusage für Nürnberg sei eine "Herz- und Bauchentscheidung" gewesen.

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