Uli Hoeneß wurde wegen Steuerhinterziehung verurteilt
Uni Hoeneß wurde vor Antritt seiner Haftstrefe erpresst © getty

Einen Tag nach dem Bekanntwerden des Erpressungsversuches gegen Uli Hoeneß sind am Dienstag weitere Details ans Licht gekommen.

Die "Süddeutsche Zeitung" zitiert aus dem Drohbrief des mittlerweile verhafteten mutmaßlichen Erpressers Thomas S.

Dieser habe Hoeneß zunächst belehrt, was ihn im Gefängnis erwarte, was er tun und lassen könne.

Der Brief sei höflich und in fehlerfreiem Deutsch formuliert gewesen, berichtet die "SZ".

Mit den Worten "Ihre Haftzeit wird kein Zuckerschlecken" sei er dann aber zu seinem eigentlichen Anliegen gekommen, nämlich den früheren Bayern-Präsidenten um eine Summe von über 200.000 Euro zu erpressen.

Mit der Zahlung des Geldbetrags könne Hoeneß Repressalien gegen sich und seine Familie verhindern, erklärte der vorbestrafte Thomas S.

Hoeneß, der wegen Steuerhinterziehung im März vom Landgericht München zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden war, hatte den Erpresserbrief am Samstag erhalten und unverzüglich der Polizei übergeben.

Der mutmaßliche Erpresser wurde bei einer fingierten Geldübergabe am Samstagabend von der Polizei verhaftet.

Hierbei fuhr ein Zivilpolizist angeblich mit Hoeneß? Auto vor und deponierte ein Paket in einer Mülltonne.

Als Thomas S. dieses wenig später abholen wollte, griffen die Polizisten zu.

Hoeneß saß währenddessen im Audi Dome und verfolgte das Playoff-Spiel der Bayern-Basketballer gegen Ludwigsburg.

Später ging er zur Meisterfeier der Fußballer des FC Bayern.

Thomas S. soll die Tat mittlerweile gestanden haben.

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