Michael Preetz ist seit 2009 Manager von Hertha BSC © getty

Dank der verbesserten Finanzsituation kann Hertha BSC in der Sommerpause auf dem Transfermarkt offensiver auftreten als zuletzt.

"Wir müssen uns in allen drei Mannschaftsteilen verstärken", sagte Manager Michael Preetz auf der Mitgliederversammlung am Montagabend.

Finanziellen Spielraum dafür gibt es: Der Lizenzspieler-Etat wird für die kommende Saison um 8,1 Millionen Euro auf insgesamt 31 Millionen Euro erhöht.

So viel Geld hat Hertha noch nie für seine Profis ausgegeben.

Als Neuzugang steht bereits Jens Hegeler (von Bayer Leverkusen) fest. Außerdem soll der an den Hamburger SV ausgeliehene Pierre-Michel Lasogga zurückkehren. Die Berliner wollen den Ende Juni 2015 auslaufenden Vertrag mit dem Top-Angreifer unbedingt verlängern.

Für die entspanntere Finanzlage des Hauptstadt-Klubs gibt es zwei wesentliche Gründe.

Zum einen zahlt sich die Zusammenarbeit mit dem Finanzinvestor KKR aus, der bei Hertha langfristig 61,2 Millionen Euro investiert und dafür zunächst eine Minderheitsbeteiligung von 9,7 Prozent erhalten hat.

Zum anderen plant der Verein vor allem dank des Wechsels von Stürmer Adrian Ramos zu Borussia Dortmund mit einem Transferüberschuss von zwölf Millionen Euro.

"Dieser Etat versetzt uns hoffentlich in die Lage, unser Ziel, die Etablierung in der Bundesliga, zu erreichen", sagte Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller, dessen Vertrag vorzeitig bis Ende Juni 2018 verlängert wurde.

In den Hertha-Aufsichtsrat wurden Bernd Schiphorst, Andreas Schmidt, Torsten-Jörn Klein und Scott Körber gewählt.

Der bisherige Vorsitzende Schiphorst wurde in der ersten konstituierenden Sitzung noch am Abend als Chef des Kontrollgremiums bestätigt. Sein Stellvertreter ist Ex-Profi Schmidt.

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