Roger Prinzen übernahm beim 1.FC Nürnberg als Interimstrainer für Gertjan Verbeek © getty

Mit einem emotionalen Auftritt hat Interimstrainer Roger Prinzen vom 1. FC Nürnberg am Donnerstag den Glauben an den Verbleib des Clubs in der Bundesliga beschworen.

"Ihr könnt mich für verrückt erklären, aber ich glaube an diese Chance, dass wir es schaffen. Wir müssen Krieger sein", sagte Prinzen bei der wöchentlichen Pressekonferenz.

Nürnberg braucht am letzten Spieltag bei Schalke 04 einen Sieg, um noch eine Chance auf den Relegationsplatz zu haben.

Gleichzeitig darf allerdings der Hamburger SV sein Spiel in Mainz nicht gewinnen.

Der Club hat die letzten sechs Spiele verloren sowie zehn der vergangenen elf.

Prinzen sieht seine Aufgabe bis Samstag (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER und auf SPORT1.fm) vor allem darin, der Mannschaft den festen Glauben an ein Wunder zu vermitteln.

"Ich will der Mannschaft Mut zusprechen. Der Glaube an sich selbst ist die Basis, wenn man eine Chance auf Schalke haben will. Man muss auch mal daran glauben, dass der Ball reingeht."

Im Fußball, wiederholte Prinzen, "ist immer alles möglich".

Er erinnerte an 1899 Hoffenheim, das in der vergangenen Saison völlig unerwartet mit einem Last-Minute-Sieg bei Borussia Dortmund die Relegation erreicht hatte.

Er erinnerte auch an den FC Liverpool, der das Champions-League-Finale 2005 nach einem 0:3-Rückstand zur Halbzeit im Elfmeterschießen gewann.

Prinzen appellierte auch an die Anhänger, die den Club beim 0:2 gegen Hannover 96 am vergangenen Samstag schon aufgegeben hatten.

"Es tut weh, wenn man das Gefühl hat, dass die Fans nicht mehr an uns glauben", sagte er und bat, dass "alle bis zum Schluss an uns glauben, wenn der Vorhang dann gefallen ist, kann man kritisch sein und die Saison analysieren."

Der Aufsichtsrat der Nürnberger verteilte am Donnerstag eine ein wenig unglücklich formulierte Stellungnahme, die sich als Unterstützung für den mittlerweile umstrittenen Sportvorstand Martin Bader interpretieren lässt.

Man habe Bader "mehrfach und einstimmig das Vertrauen ausgesprochen. Daran hat sich bis zum heutigen Tag nichts geändert", heißt es dort.

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