Christoph Daum wurde im März bei Bursaspor in der Türkei entlassen © getty

Trainer Christoph Daum würde eine Rückkehr seines "Intimfeindes" Uli Hoeneß auf den Posten des Präsidenten von Bayern München begrüßen.

"Ich bin auch zurückgekommen", sagte der 60-jährige Daum dem Kölner "Sonntags-Express", "warum sollte es Uli nicht schaffen. Jeder hat schließlich eine zweite Chance verdient, auch Hoeneß."

Wichtig sei, seine Fehler zu beheben. Daum: "Und wenn ich die Worte und das Handeln von Herrn Hoeneß richtig interpretiert habe, wird er den Fehler, den er begangen hat, nie mehr wiederholen. Warum sollte er dann nicht mehr in alter Stärke zurückkommen?"

Der 62-jährige Hoeneß muss in Kürze seine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe antreten. Auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern am vergangenen Freitag hatte Hoeneß angekündigt, dass er nach Verbüßung der Gefängnisstrafe zurückkehren werde.

Laut Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge schwebt dem Weltmeister von 1974 vor, wieder Vereins-Präsident zu werden.

Zurzeit amtiert Karl Hopfner als Nachfolger des zurückgetretenen Hoeneß.

Hoeneß hatte im Jahr 2000 maßgeblich die Kokain-Affäre von Daum, damals Coach von Bayer Leverkusen und designierter Bundestrainer, ins Rollen gebracht.

Durch eine Haarprobe, die der Fußballlehrer selbst in Auftrag gegeben wurde, war Daum des Drogenkonsums überführt worden.

Daraufhin hatte er seinen Posten als Bayer-Trainer aufgegeben und war für den Posten des Nationalcoaches nicht mehr infrage gekommen.

Erst Jahre später kehrte er nach Deutschland zurück und heuerte bei seinem Ex-Klub 1. FC Köln an.

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