Jerome Boateng flog nach seiner Tätlichkeit gegen den HSV in der 86. Minute vom Platz © getty

Nationalspieler Jerome Boateng von Rekordmeister FC Bayern München muss nach seiner Roten Karte im Spiel beim Hamburger SV (4:1) mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.

"Er wird eine Strafe im hohen fünfstelligen Bereich bekommen", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und bezeichnete die Tätlichkeit des Nationalspielers in der 86. Minute als "hirnlos".

Boateng hatte seinem Gegenspieler Kerem Demirbay in der 86. Minute mit der Hand durchs Gesicht gewischt, nachdem sich beide zunächst Stirn-an-Stirn gegenüber standen.

"Solch eine Disziplinlosigkeit wird von Bayern München nicht akzeptiert. Man hat sich in unserem Trikot sauber und seriös zu verhalten", sagte Rummenigge: "Und wer nicht hören will, muss fühlen."

Der Klub-Boss ergänzte: "Es ist ja nicht zum ersten Mal bei ihm. Bei 4:1 für Bayern und noch fünf Minuten vor Schluss geht man da einfach nicht hin."

Er habe Boateng bereits direkt nach dem Spiel über die klubinterne Bestrafung informiert.

Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer sah bei "Sky" die jüngsten Negativerlebnisse wie das 0:4 gegen Real Madrid als Auslöser für Boatengs Ausraster.

"Er ist nervlich auch ein bisschen angeschlagen, wie alle anderen auch, durch die Situation in den letzten Wochen, durch das Aus in der Champions League", meinte Beckenbauer: "Es ist der Frust über die eigene Leistung. Er weiß auch, dass er nicht in der besten Verfassung ist."

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