FC Bayern vs. Borussia Dortmund: Chronologie einer Eiszeit
Jupp Heynckes führte den FC Bayern in der vergangenen Saison zum Triple © getty

Triple-Trainer Jupp Heynckes sagt dem FC Bayern München eine langanhaltende Dominanz voraus. "Ich sehe keine bessere Mannschaft in Europa als Bayern, sie ist stark genug, in den kommenden Jahren die Nummer eins in Europa zu bleiben", sagte der zurückgetretene Erfolgstrainer dem "kicker".

Heynckes hatte die Münchner in der vergangenen Saison zum Triple aus Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal geführt. Unter seinem Nachfolger Pep Guardiola kamen noch der europäische Supercup und der Titel bei der Klubweltmeisterschaft dazu.

Unter ihm, ergänzte Heynckes (68), sei die Mannschaft "nicht nur die beste Europas, sondern der ganzen Welt" gewesen. Dabei werde es auch noch ein Jahrzehnt bleiben, prophezeit er.

"Eine Mannschaft, die so strukturiert ist, vom Alter, von der Qualität und vom gegenseitigen Respekt, hat noch eine große Dekade vor sich." Die Besetzung des Kaders sei "einzigartig in Europa", die Mannschaft "außergewöhnlich mit ihren fantastischen Charakteren, die absolut erfolgreich sein wollen."

Als Erfolgsgeheimnis im Trainergeschäft nennt Heynckes Authentizität: "Du musst nach außen wirken, wie du nach innen bist, und darfst nicht mit zwei Zungen reden. Gegenüber den Spielern musst du offen, ehrlich und direkt sein und darfst vor ihnen nie negativ über andere Spieler reden."

Ihm selbst, berichtete Heynckes, gehe es "blendend", es sei eine Erleichterung, nicht mehr die vielen Termine in der Öffentlichkeit wahrnehmen zu müssen.

Darüber hinaus sei er "tief berührt von der Anerkennung und der Sympathie, die mir tagtäglich entgegengebracht wird", sagte er. "Es ist überwältigend, wo immer ich hinkomme, werde ich angesprochen, vor allem von jungen Leuten."

Heynckes sieht sich dadurch auch in seiner Entscheidung bestätigt, seine Laufbahn als Trainer beendet zu haben. "Es war richtig, nach den Erfolgen dieses Jahres Schluss zu machen."

Angebote von Real Madrid, Paris St. Germain, AS Monaco oder anderen Klubs aus Russland oder Katar hätten ihn kalt gelassen. "Das hatte für mich weder sportlichen noch wirtschaftlichen Reiz. Nach Bayern München und diesem Jahr hätte ich nirgends das vorgefunden, was ich hinterlassen habe."

Weiterlesen