Reinhard Rauball ist seit 2007 Ligapräsident
Reinhard Rauball ist seit 2007 Präsident der DFL © getty

Liga-Präsident Reinhard Rauball hält die Änderungen in der Beurteilung von Handspielen und Abseitsstellungen im Fußball für Fehler und fordert eine Rückkehr zur alten Definition.

"Vergrößerung der Körperfläche eines Spielers - das ist eine Bezeichnung, die kannte ich nicht in meiner Zeit, als ich bei Borussia Dotmund angefangen habe", sagte der BVB-Präsident im "kicker". "Und warum man das gemacht hat, verstehe ich auch nicht, das halte ich für einen Fehler und erschwert die Arbeit der Schiedsrichter."

Durch neue Definitionen sei eine "Verkomplizierung" entstanden, auch beim passiven Abseits. "Das sind Neuerungen, die mir nicht gefallen. Meiner Meinung nach hat es früher besser funktioniert", sagte Rauball.

Man könne das zurückfahren, "und zwar von denen, die es eingeführt haben". Er würde dies gegebenenfalls mit den Fachleuten wie Andreas Rettig (DFL-Geschäftsführer) oder Hellmut Krug (Schiedsrichter-Berater) "diskutieren und dann gemeinsam auf den Weg bringen".

Die Forderung nach Spielunterbrechungen, um strittige Torszenen von einem Video-Schiedsrichter klären zu lassen, weist Rauball zurück.

"Wenn das gemacht wird, kommt die nächste Forderung: Jetzt müssen wir auch bei Abseits und Fouls unterbrechen. Nein, (...) ich bin dafür, das Fußballspiel so einfach wie möglich zu lassen", sagte er.

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